International Business Praktikum in Fußballverein

„Ich habe mir erhofft eine non-profit Organisation von innen kennenzulernen und zu sehen, wie die Spenden akquiriert und ausgegeben werden. In meinem Studium lerne ich hauptsächlich, wie Unternehmen am besten Profit machen und sich Vergrößern, doch in Südafrika geht es mehr um das Fundraising und People-management, was ich sehr interessant fand. Da ich von meiner Uni aus auch Vorlagen hatte, wusste ich mehr oder weniger schon, was ich mir erhoffen konnte, jedoch wurde dies bei weitem übertroffen.“

– Erfahrungsbericht von Mika, 23, über sein Praktikum beim Fußballverein in Kapstadt

 

Mika  studiert International Business Administration and der Fontys University in Venlo (Niederlande) und hat im Rahmen seines Studiums ein Praktikum beim Fußballverein HBUFC in Kapstadt absolviert. Hier berichtet er über seine Erfahrungen, Herausforderungen und unvergessliche Erlebnisse aus seiner Zeit in Südafrika.

Darum habe ich mich für das Praktikum entschieden

Im Rahmen meines Studiums, musste ich im Zeitraum des deutschen Wintersemesters ein Praktikum machen. Da ich International Business studiere, lag es für mich nahe, dieses Praktikum auch in einem internationalen Rahmen im Ausland zu machen. Auf der Website der SpoHo Köln sah ich, dass die Stelle in Südafrika noch frei war und sofort hatte ich mich beworben.

Ich habe mir erhofft, eine non-profit Organisation von innen kennenzulernen und zu sehen, wie die Spenden akquiriert und ausgegeben werden. In meinem Studium lerne ich hauptsächlich, wie Unternehmen am besten Profit machen und sich Vergrößern, doch in Südafrika geht es mehr um das Fundraising und People-management, was ich sehr interessant fand. Da ich von meiner Uni aus auch Vorlagen hatte, wusste ich mehr oder weniger schon, was ich mir erhoffen konnte, jedoch wurde dies bei weitem übertroffen.

Meine Aufgaben beim HBUFC  in Südafrika

Meine Aufgaben waren im administrativen Bereich und waren wie folgt:

  • Marketing: Führung des LinkedIn Accounts & Schreiben des Newsletters
  • Fundraising Aktivitäten: Vorbereitungen für die Cape Town Cycle Tour (eines der größten Fundraising Events für den HBUFC)
  • Management für das Programm für Menschen mit Einschränkungen
  • Management für das ,,Family Dinner„- einmal im Monat für Eltern und Kinder des Vereins
  • Hilfe bei allen alltäglichen Dingen

Meine schönstes oder außergewöhnlichste Erlebnis

Im Nachhinein gibt es nicht eine bestimmte Sache, die besonders gut war. Alles in allem war die gesamte Zeit schön und außergewöhnlich. Ich habe viele neue Freunde kennengelernt und eine ganz neue Kultur kennengelernt. Natürlich auch im Nachtleben von Kapstadt teilgenommen zu haben war ein absolutes Highlight.

Es war also nicht ein Erlebnis, sondern das Gesamtpaket, was es so außergewöhnlich gemacht hat.

Perspektivenwechsel: Wie hat sich mein Bild von Südafrika sowie mein Blick auf Deutschland verändert?

Ich war vorher noch nicht in Südafrika, deswegen wusste ich nicht ganz was auf mich zukommt. Kapstadt habe ich mir mehr oder weniger so vorgestellt, wie es ist.

Etwas, was ich mir anderes vorgestellt hatte, war Hout Bay. Ich dachte vor der Abreise, dass es vielleicht etwas größer wäre und das es weiter weg wäre von Kapstadt. Dass Hout Bay recht klein ist, hat den Vorteil, dass man mehr von den Townships mitbekommt und dadurch auch mehr von der Experience mitbekommt. Und der Weg nach Kapstadt ist recht kurz, was bedeutet, dass man den ,,Stress‘‘ der Großstadt nicht direkt bei sich hat aber in 20 Minuten da ist, wenn man möchte. Vor meiner Abreise habe ich mich aber schon auf die Menschen in Südafrika gefreut und wurde nicht enttäuscht!

Natürlich habe ich in Südafrika gesehen, dass Menschen in Armut leben und ganz andere Probleme haben, wie wir in Deutschland. Die Menschen, die ich kennengelernt habe, waren so unfassbar glücklich, obwohl sie fast nichts im Leben haben und in Blechhütten leben. Ich habe gelernt mehr die kleinen Sachen zu schätzen und sich auf jeden Fall mehr zu freuen im Leben. Das Leben in Südafrika ist entspannter, weil die Menschen dort alles etwas lockerer nehmen und mit dem Mindset „Es wird schon klappen“ in den Tag gehen. Dieses Mindset habe ich mit nach Deutschland genommen.

 

Gibt es etwas, was du auch zuhause beibehalten möchtest? Ein neues Hobby, eine neue Gewohnheit, Denkweise, Einstellung…? 

Wie gesagt werde ich in Deutschland das etwas entspanntere Mindset adaptieren.

Ich habe gelernt, statt Fragen zu stellen die Dinge erst einmal zu machen/ auszuprobieren. Ich bin selbständiger geworden, was ich natürlich in Deutschland beibehalten werden.

Konnte ich meine persönlichen Ziele erreichen? 

Ich konnte definitiv meine Ziele erreichen. Ich konnte dem HBUFC helfen, meine eigenen Sachen für die Uni erledigen und hatte trotzdem genügend Freizeit, um Südafrika zu erleben. Auch konnte ich viel über die südafrikanische Kultur lernen und viele neue Menschen kennenlernen. 

Meine Unterkunft

Ich habe auf dem Gelände vom HBUFC im ,,Cottage‘‘ gewohnt. Wir haben dort immer mit 8-12 Leuten gewohnt. Das Haus war zweistöckig. Auf der oberen Etage waren zwei Schlafräume, einmal für die Frauen und eins für die Männer. Auf der unteren Etage waren zwei Badezimmer (wieder eins für Frauen und eins für Männer), ein Wohnzimmer und direkt mit reingebaut eine Küche.

Da wir uns in der gesamten Zeit unter uns Freiwilligen sehr gut verstanden haben, hat mir die Zeit dort sehr gut gefallen.

Natürlich gibt es nicht so viel Privatsphäre und auch die Standards, die man von zuhause kennt, müssen zurückgeschraubt werden, jedoch finde ich das dies zu der Experience dazu gehört und für viele auch sehr lehrreich ist.

Meine Tipps an zukünftige Freiwillige

Genießt diese Zeit! Solche Zeiten hat man selten im Leben. Versucht so viel wie möglich vom Land zu sehen, sprecht mit den Locals und verbringt so wenig wie möglich im Cottage. Auch wenn es sich anhört, wie ein Senior aber geht wandern. Die Wanderungen in und um Kapstadt sind extrem gut! Verpasst das Nachtleben nicht und seid euch im Klaren, dass ihr traurig sein werdet, wenn ihr geht.

Deswegen noch einmal… Genießt es!!!

Die Betreuung durch das live&learn-Team

Ich war sehr zufrieden mit der Unterstützung von live&learn. Es wurden einem viele Unterlagen und Abläufe geschickt, was ich sehr hilfreich fand.

Vor Ort wurde mir bei meinem Visumsantrag geholfen, sodass ich eigentlich nur ausgedruckte Papiere mit zum Amt nehmen musste. Auch als ich Probleme hatte bezüglich des Visums wurde mir immer geholfen und das gab mir sehr viel Sicherheit.

live&learn vereinfacht einem das Leben in Sachen einreise und Visum enorm, was sehr hilfreich ist!

Freiwilligenarbeit Südafrika Marketing, Kommunikation

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