16 Sep. Sportmanagement Praktikum in Kapstadt
„Ich durfte mit der ersten Männermannschaft arbeiten und war dadurch sehr nah am Team dran. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem das Filmen der Trainingseinheiten mit der Drohne, die Begleitung von Spielen und Trainings sowie Einblicke ins Teammanagement. Außerdem war ich an Leistungsdiagnostiken beteiligt, habe beim Scouting unterstützt, Highlights geschnitten und zusätzliche Trainingseinheiten für Spieler koordiniert. Dadurch habe ich einen sehr umfassenden Einblick in die tägliche Arbeit im Fußball bekommen.“
– Erfahrungsbericht von Marcel, 25, über sein Praktikum beim Fußballverein in Kapstadt
Marcel absolviert ein Sportmanagement Masterstudium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Koblenz und hat im Rahmen seines Studiums sein Pflichtpraktikum beim Fußballverein HBUFC in Kapstadt absolviert. Hier berichtet er über seine Erfahrungen und unvergesslichen Erlebnisse aus seiner Zeit in Südafrika.
Darum habe ich mich für das Praktikum entschieden
Ich habe mich für Südafrika entschieden, weil mich das Land und die Kultur schon immer fasziniert haben. Besonders spannend fand ich die Möglichkeit, das Ganze mit meiner Leidenschaft für Fußball zu verbinden. Ich hatte mir erhofft, nah an einer Mannschaft zu arbeiten und Einblicke in das Teammanagement zu bekommen – idealerweise im professionellen Umfeld. Genau diese Erwartungen haben sich auch erfüllt.

Meine Aufgaben beim HBUFC in Südafrika
Ich durfte mit der ersten Männermannschaft arbeiten und war dadurch sehr nah am Team dran. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem das Filmen der Trainingseinheiten mit der Drohne, die Begleitung von Spielen und Trainings sowie Einblicke ins Teammanagement. Außerdem war ich an Leistungsdiagnostiken beteiligt, habe beim Scouting unterstützt, Highlights geschnitten und zusätzliche Trainingseinheiten für Spieler koordiniert. Dadurch habe ich einen sehr umfassenden Einblick in die tägliche Arbeit im Fußball bekommen.

Meine schönstes oder außergewöhnlichste Erlebnis
Ein ganz besonderes Erlebnis war für mich der Moment vor jedem Spiel, wenn sich die Spieler gemeinsam in der Kabine mit Gesängen auf das Spiel eingestimmt haben. Diese Energie und dieser Zusammenhalt waren unglaublich beeindruckend. Darüber hinaus bleiben mir auch die Wanderungen auf den Table Mountain, die gemeinsamen Nachmittage am Strand mit den Spielern und mein Urlaub im Krüger Nationalpark unvergesslich.
Was habe ich mir anders vorgestellt?
Ich war positiv überrascht, wie professionell die Arbeit im Verein organisiert war. Außerdem war ich deutlich näher an der Mannschaft und dem Trainerteam dran, als ich es erwartet hatte. Insgesamt wurden meine Erwartungen also eher übertroffen.



Perspektivenwechsel: Wie hat sich mein Bild von Südafrika sowie mein Blick auf Deutschland verändert?
Südafrika habe ich als noch lebendiger erlebt, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich wusste zwar, dass die Menschen dort sehr herzlich sind, wurde aber trotzdem nochmal positiv überrascht. Besonders beeindruckt hat mich, dass der Mensch oft an erster Stelle steht – noch vor der Arbeit. Man baut sehr schnell persönliche Beziehungen auf, auch im beruflichen Kontext, was ich als sehr bereichernd empfunden habe.
Im Vergleich dazu wirkt Deutschland für mich deutlich stressiger und schneller. Oft hat man das Gefühl, dass jeder eher für sich arbeitet und der Fokus stark auf Leistung liegt. In Südafrika habe ich hingegen ein viel stärkeres Gemeinschaftsgefühl erlebt. Das hat meinen Blick auf Arbeit und Zusammenleben definitiv verändert.
Gibt es etwas, was du auch zuhause beibehalten möchtest? Ein neues Hobby, eine neue Gewohnheit, Denkweise, Einstellung…?
Ich möchte mir vor allem die Gelassenheit und die positive Einstellung beibehalten, dass sich vieles im Leben schon fügen wird. Außerdem habe ich gelernt, nicht immer alles kontrollieren zu müssen und dankbarer für die kleinen Dinge im Alltag zu sein. Jeder Tag ist ein Geschenk – diese Einstellung möchte ich unbedingt mit nach Deutschland nehmen.



Konnte ich meine persönlichen Ziele erreichen?
Ich konnte meine persönlichen Ziele absolut erreichen. Ich habe erlebt, wie der Alltag im Teammanagement eines Vereins aussieht und durfte selbst Verantwortung übernehmen, zum Beispiel bei der Leitung eines Praktikantenteams. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig die Balance zwischen einem freundschaftlichen Umgang und einer gewissen Autorität ist. Zusätzlich konnte ich viele wertvolle Kontakte knüpfen und habe auch persönlich viele neue Freundschaften geschlossen.
Inspiration für den beruflichen Werdegang?
Der Aufenthalt war für mich eine klare Bestätigung meines beruflichen Weges. Ich bin jetzt noch sicherer in meinem Ziel, im Teammanagement eines Fußballvereins zu arbeiten. Gleichzeitig hat mich die Zeit auch darin bestärkt, dass ich mir vorstellen kann, langfristig im Ausland zu leben – idealerweise am Meer.

Meine Unterkunft
Ich habe in einem Cottage mit insgesamt zehn anderen Personen gewohnt. Da ich das WG-Leben bereits gewohnt bin, hat mir das sehr gut gefallen. Es war immer etwas los und man war selten allein – auch wenn es, typisch WG, nicht immer perfekt sauber war.
Tipps an zukünftige Freiwillige und Praktikant:innen
Mein wichtigster Tipp ist, offen für alles zu sein und sich den Herausforderungen zu stellen. Es werden viele neue Situationen auf einen zukommen, die man so aus Deutschland vielleicht nicht kennt. Genau daran wächst man aber am meisten. Also: einfach machen und die Erfahrung voll mitnehmen.
Die Betreuung durch das live&learn-Team
Die Betreuung durch live&learn war für mich durchweg positiv. Ich habe mich jederzeit gut vorbereitet und vor Ort sicher gefühlt. Bei Fragen habe ich immer schnell Antworten bekommen und hatte das Gefühl, dass sich wirklich um uns gekümmert wird. Verbesserungsvorschläge habe ich daher keine.
Fazit
Insgesamt war mein Aufenthalt in Südafrika eine unglaublich prägende und bereichernde Erfahrung. Ich konnte mich persönlich und beruflich weiterentwickeln, viele neue Perspektiven gewinnen und werde diese Zeit definitiv nie vergessen.

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