Erfahrungsbericht: Kindergarten Praktikum Kapstadt

„Für meine Zukunft nehme ich vor allem mit, offener und flexibler zu bleiben und Herausforderungen eher als Teil des Lernprozesses zu sehen. Außerdem hat die Erfahrung mein Interesse an der Arbeit mit Menschen und besonders mit Kindern weiter gestärkt.“

– Erfahrungsbericht von Lorena: Auslandspraktikum Kindergarten Kapstadt, März/April 2026

Lorena hat ihr Fachabitur am Märkischen Berufskolleg Unna gemacht und hatte in diesem Rahmen, die Möglichkeit, eines ihrer Praktika im Ausland zu absolvieren. Sie entschied sich für ein Praktikum in unserem Kindergarten Projekt und unterstützte die Erzieherinnen in einem kleinen Kindergarten bei Kapstadt, in dem Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren aus der informellen Siedlung Morkels Village bei Somerset West betreut werden. Dabei erhielt sie einen tiefen Einblick in die sozialen und pädagogischen Herausforderungen Südafrikas.

Mein Alltag 

Während meines Aufenthalts habe ich im Morkel Cottage Kindergarten gearbeitet. Dort habe ich die Kinder im Alltag begleitet, mit ihnen gespielt, beim Basteln, Malen und Lernen unterstützt und die Erzieherinnen bei ihren täglichen Aufgaben geholfen. Die Erzieherinnen waren sehr herzlich und haben mich direkt aufgenommen, sodass ich mich schnell wohlgefühlt habe.

Meine Herausforderungen und schönsten Erlebnisse 

Eine Herausforderung war die Sprache, da viele Kinder und Erzieher hauptsächlich Afrikaans gesprochen haben. Am Anfang war es nicht immer einfach, alles zu verstehen oder mich auszudrücken. Mit der Zeit habe ich mich aber gut eingefunden und sogar einige Wörter und kleine Sätze gelernt. Das hat mir geholfen, offener mit der Situation umzugehen und auch nonverbal viel zu lernen.

Mein schönstes Erlebnis war die enge Zeit mit den Kindern und die vielen kleinen Momente im Alltag. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Abschied im Kindergarten: Gemeinsam mit den Kindern habe ich mit Fingerfarben ein T-Shirt mit ihren Handabdrücken gestaltet. Außerdem haben wir Armbänder gebastelt und ich habe beim Facepainting kleine Schmetterlinge und andere Motive in die Gesichter gemalt. Diese Momente waren sehr besonders.

Mein Bild von Südafrika und neue Perspektive auf die Heimat

Mein Bild von Südafrika hat sich während des Aufenthalts deutlich verändert. Vor Ort habe ich gesehen, wie vielfältig das Land ist, aber auch, dass es große soziale Unterschiede und starke Armut gibt. Das hat mich nachdenklich gemacht und mir gezeigt, wie unterschiedlich Lebensrealitäten sein können. Gleichzeitig hat mich die Offenheit und Lebensfreude vieler Menschen beeindruckt. Ich bin dankbar, dass ich den Alltag vor Ort so direkt miterleben durfte und nicht nur die touristische Seite gesehen habe.

Auch mein Blick auf Deutschland hat sich verändert. Ich nehme viele alltägliche Dinge bewusster wahr und sehe manches aus einer anderen Perspektive, gerade weil ich erlebt habe, wie unterschiedlich Lebensbedingungen sein können.

Meine Unterkunft in Südafrika

Während meines Aufenthalts habe ich in einer Unterkunft mit anderen Freiwilligen gewohnt. Das Zusammenleben war schön, weil man sich austauschen konnte und sich gegenseitig unterstützt hat.

Was nehme ich mit nach Hause?

Für meine Zukunft nehme ich vor allem mit, offener und flexibler zu bleiben und Herausforderungen eher als Teil des Lernprozesses zu sehen. Außerdem hat die Erfahrung mein Interesse an der Arbeit mit Menschen und besonders mit Kindern weiter gestärkt.

Die Erfahrung mit live&learn

Die Betreuung durch live&learn habe ich insgesamt als sehr positiv empfunden. Vor der Ausreise habe ich gute Unterstützung bekommen und auch vor Ort war immer jemand ansprechbar, was mir Sicherheit gegeben hat.

Insgesamt war mein Auslandspraktikum in Südafrika eine sehr besondere Zeit, die mich persönlich geprägt hat und an die ich mit viel Wertschätzung zurückdenke.

Freiwilligenarbeit Südafrika Soziales & Bildung

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