Praktikum HBUFC – Fußballverein in Südafrika

Die praktischen Erfahrungen und Einblicke in organisatorische Abläufe im Sportumfeld haben mein Interesse am Bereich Sportmarketing und Sportmanagement weiter gefestigt. Der Aufenthalt hat mir gezeigt, dass ich meine sportliche Leidenschaft künftig gerne mit strategischen und organisatorischen Aufgaben verbinden möchte.“

– Erfahrungsbericht von Johannes, 23, Praktikum beim HBUFC – Fußballverein in Südafrika

Ihm Rahmen seines Studiums Sport und Sportwissenschaften an der Universität in Mainz hat sich Johannes für ein Praktikum in unserem Fußballprojekt in Hout Bay entschieden. Hier berichtet er über seine Erfahrungen, Tipps und sein schönstes Erlebnis während seiner Zeit in Südafrika.

Darum habe ich mich für das Praktikum entschieden

Ich habe mich für einen Aufenthalt in Südafrika entschieden, da ich das Land schon immer als kulturell sehr vielfältig und spannend wahrgenommen habe. Zudem wollte ich meine Komfortzone verlassen, neue Perspektiven gewinnen und praktische Erfahrungen im Ausland sammeln. Mein Ziel war es, mich sowohl persönlich als auch beruflich weiterzuentwickeln, neue Menschen kennenzulernen und den Alltag in einem Land außerhalb Europas kennenzulernen. Besonders wichtig war mir dabei, praktische Erfahrungen zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und meinen Horizont zu erweitern. 

Meine Aufgaben beim HBUFC

Meine Aufgaben im Projekt waren vielfältig und abwechslungsreich. Ich war aktiv in den sportlichen Alltag eingebunden und unterstützte unter anderem bei Trainings, organisatorischen Abläufen sowie bei Coaching aufgaben. Zusätzlich gehörten administrative Aufgaben und die Unterstützung bei Veranstaltungen zu meinem Tätigkeitsbereich. Durch die unterschiedlichen Aufgaben konnte ich viele Einblicke gewinnen und meine Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen weiterentwickeln. 

Meine schönstes oder außergewöhnlichste Erlebnis

Mein schönstes und zugleich außergewöhnlichstes Erlebnis war der Hike auf den Table Mountain über die schwerste Route. Diese Wanderung war sowohl körperlich als auch mental sehr anspruchsvoll und hat mich mehrfach an meine eigenen Grenzen gebracht. Der Weg nach oben war steil, technisch herausfordernd und erforderte Konzentration, Durchhaltevermögen und gegenseitige Motivation. 

 Gerade diese Herausforderung hat den Aufstieg für mich besonders gemacht. Oben angekommen, wurde ich mit einem unglaublichen Ausblick über Kapstadt und den Ozean belohnt, der die Anstrengung mehr als wettgemacht hat. Dieses Erlebnis hat mir nicht nur die beeindruckende Natur Südafrikas noch einmal besonders vor Augen geführt, sondern mir auch gezeigt, wie viel man erreichen kann, wenn man sich einer Herausforderung stellt und nicht aufgibt. 

Das möchte ich Zuhause beibehalten

Ich möchte vor allem die gelassenere Lebenseinstellung und die Offenheit gegenüber anderen Menschen beibehalten. In Südafrika habe ich gelernt, Dinge nicht immer zu überstürzen und den Moment mehr zu genießen. Außerdem möchte ich mir die positive und lösungsorientierte Denkweise bewahren, die mir im Alltag vor Ort oft begegnet ist. 

Meine persönlichen Ziele für den Aufenthalt in Südafrika

Ich konnte meine persönlichen Ziele größtenteils erreichen. Ich habe gelernt, selbstständiger zu handeln, mich besser auf neue Situationen einzustellen und Verantwortung zu übernehmen. Zudem habe ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die mich sowohl persönlich als auch beruflich weitergebracht haben. Rückblickend hat mich der Aufenthalt sehr geprägt und mir mehr Selbstvertrauen gegeben. 

So hat sich mein Bild von Südafrika verändert

Vor meiner Reise hatte ich ein eher einseitiges Bild von Südafrika, das stark von Berichten über soziale Ungleichheit und Sicherheitsprobleme geprägt war. Während meines Aufenthalts habe ich jedoch gelernt, wie vielfältig und komplex das Land ist. Neben den Herausforderungen habe ich vor allem die positiven Seiten kennengelernt: die Herzlichkeit der Menschen, den starken Gemeinschaftssinn und die beeindruckende Natur. Mein Bild von Südafrika ist dadurch deutlich differenzierter geworden. 

So hat sich mein Blick auf meine Heimat geändert

Ja, mein Blick auf Deutschland hat sich verändert. Durch den Vergleich habe ich viele Dinge in Deutschland mehr zu schätzen gelernt, wie zum Beispiel die Infrastruktur, das Bildungssystem und die soziale Absicherung. Gleichzeitig habe ich begonnen, bestimmte Selbstverständlichkeiten kritischer zu hinterfragen und bewusster wahrzunehmen, wie privilegiert das Leben in Deutschland oft ist.

Das hätte ich gerne vorher gewusst

Als ich mich für das Projekt beworben habe, ging ich davon aus, dass ich für die ergotherapeutische Betreuung von spezifischen Kindern zuständig sein würde. Das war nicht der Fall. Ich musste mich eigenständig darum kümmern, ergotherapeutische Arbeitsweisen im Alltag von 9Miles zu integrieren. Dies war mit einem hohen Einsatz an Selbstständigkeit und Motivation verbunden. Bei neuen Ideen war das Team mehr als offen – für die Umsetzung war allerdings ebenfalls ein hohes Maß an eigenem Einsatz Voraussetzung. Zudem war das Surfen nicht Hauptbestandteil des Projektes. Dies war mir zu Beginn nicht bewusst. Einmal in der Woche ging es mit den Kindern ins Wasser, die restliche Zeit war mit Life-Skills-Trainings und Hausaufgabenbetreuung gefüllt.  

Meine Unterkunft während des Praktikums

Ich habe in einer Unterkunft mit anderen Teilnehmenden gewohnt, was mir sehr gut gefallen hat. Das Zusammenleben war bereichernd und hat den Austausch untereinander gefördert. Die Unterkunft war einfach, aber funktional, und bot alles, was man für den Alltag benötigt. Besonders schön war das gemeinschaftliche Leben und der enge Kontakt zu anderen internationalen Teilnehmenden. 

So hat die Mitarbeit im Projekt meinen Berufswunsch beeinflusst

Ja, die Mitarbeit im Projekt hat mich in meinem beruflichen Werdegang bestärkt. Die praktischen Erfahrungen und Einblicke in organisatorische Abläufe im Sportumfeld haben mein Interesse am Bereich Sportmarketing und Sportmanagement weiter gefestigt. Der Aufenthalt hat mir gezeigt, dass ich meine sportliche Leidenschaft künftig gerne mit strategischen und organisatorischen Aufgaben verbinden möchte.

Das hätte ich mir anders vorgestellt/ gewünscht

Einige Abläufe vor Ort waren weniger strukturiert, als ich es aus Deutschland gewohnt bin. Anfangs war das eine Herausforderung, im Nachhinein habe ich jedoch gelernt, flexibler damit umzugehen. Etwas mehr Planung oder klarere Absprachen hätten den Einstieg erleichtert, insgesamt war dies jedoch Teil des Lernprozesses und eine wertvolle Erfahrung. 

Meine Tipps an zukünftige Freiwillige

Zukünftigen Teilnehmenden würde ich empfehlen, offen und flexibel in den Aufenthalt zu gehen und sich auf neue Situationen einzulassen. Geduld, Eigeninitiative und eine positive Einstellung sind sehr hilfreich. Außerdem ist es sinnvoll, sich vorab über das Land und die Kultur zu informieren, gleichzeitig aber auch bereit zu sein, eigene Erwartungen loszulassen.

Die Betreuung durch das live&learn-Team

Die Betreuung durch live&learn habe ich sowohl vor der Ausreise als auch während meines Aufenthalts als sehr unterstützend empfunden. Bereits im Vorfeld wurde ich gut vorbereitet und konnte jederzeit Fragen stellen. Auch vor Ort war live&learn ein verlässlicher Ansprechpartner, was mir gerade zu Beginn ein großes Gefühl von Sicherheit gegeben hat. Insgesamt habe ich mich gut begleitet gefühlt und würde live&learn aufgrund der persönlichen und engagierten Betreuung weiterempfehlen. 

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