Praktikum Surfen & Soziale Arbeit, Erfahrungsbericht

„Ich habe unglaublich viele schöne Momente erlebt. Besonders die Kinder waren einfach etwas ganz Besonderes – sie haben mir so viel positive Energie geschenkt, mit ihrer ständigen guten Laune und den täglichen Umarmungen.“

– Erfahrungsbericht von Laura, Lehramt Praktikum Surfen & Soziale Arbeit 

Laura studiert Sport und Englisch auf Lehramt an der TU Dortmund. Für das Studium muss sie für mindestens drei Monate ins englischsprachige Ausland, über ihre Universität ist sie dann auf live&learn gestoßen.

Meine Motivation für das Praktikum Surfen & Soziale Arbeit 

Für mein Lehramtsstudium mit den Fächern Englisch und Sport musste ich mindestens drei Monate in einem englischsprachigen Land verbringen. Über meine Universität bin ich auf die Organisation LiveandLearn aufmerksam geworden. Da ich schon lange den Wunsch hatte, nach Kapstadt zu reisen, habe ich direkt einen Beratungstermin vereinbart, um mehr über die Projekte zu erfahren. Dabei hat mich Antje auf das Projekt 9miles aufmerksam gemacht.

Ich hatte mir erhofft, mein Englisch zu verbessern und viel mit Kindern zu arbeiten – beides hat sich in dieser Zeit voll und ganz erfüllt.

Lara Erfahrungsbericht, Surfen & Soziale Arbeit, 3

Meine Aufgaben im Praktikum Surfen & Soziale Arbeit 

Während meines Aufenthalts bei 9miles habe ich vormittags Unterrichtseinheiten vorbereitet und Lernaktivitäten geplant. Nachmittags kamen die Kinder aus der Schule, und ich habe Schwimmunterricht und Surfunterricht gegeben, mit ihnen Hausaufgaben gemacht, Lernspiele durchgeführt und allgemein viel gespielt und gelernt. Dabei habe ich die Kinder betreut, unterstützt und ihre Freude am Lernen gefördert.

Laura Erfahrungsbericht Surfen & Soziale Arbeit 8
Laura Erfahrungsbericht, Soziale Arbeit

Meine schönstes oder außergewöhnlichste Erlebnis

Das ist schwer zu sagen, da ich unglaublich viele schöne Momente erlebt habe. Besonders die Kinder waren einfach etwas ganz Besonderes – sie haben mir so viel positive Energie geschenkt, mit ihrer ständigen guten Laune und den täglichen Umarmungen.

Aber auch außerhalb des Projekts gab es unvergessliche Augenblicke: Der Aufstieg auf den Lion’s Head zum Sonnenuntergang war wunderschön und einer dieser Momente, die man nicht vergisst. Auch die Sonnenaufgänge in Muizenberg waren atemberaubend.

Laura Erfahrungsbericht, Soziale Arbeit
Laura Erfahrungsbericht, Soziale Arbeit

Perspektivenwechsel: Wie hat sich mein Bild von Südafrika verändert?

Mein Bild von Südafrika hat sich während meines Aufenthalts stark verändert. Durch Familie und Freunde hatte ich im Vorfeld vor allem negative Eindrücke gehört, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Bewegungsfreiheit. Vor Ort habe ich jedoch andere Erfahrungen gemacht. In Muizenberg, wo ich gewohnt habe, konnte ich mich tagsüber problemlos auch alleine bewegen, nachts habe ich dies dennoch bewusst vermieden.

Gleichzeitig habe ich unterschätzt, wie unmittelbar Arm und Reich nebeneinander leben. Diese Nähe der Gegensätze war sehr eindrucksvoll und hat meinen Blick auf das Land nachhaltig geprägt.

Was möchte ich in Deutschland beibehalten? 

Besonders das Joggen hat mir am Meer unglaublich viel Spaß gemacht, und auch das Wandern habe ich in Kapstadt für mich entdeckt. Außerdem möchte ich mir die Spontanität bewahren, die ich in Afrika gelebt habe und die meinen Alltag dort so besonders gemacht hat.

Inspiration für meinem beruflichen Werdegang?

Ich wusste schon vorher, dass ich auf jeden Fall mit Kindern arbeiten möchte.

Konnte ich meine persönlichen Ziele erreichen? 

Ja, das konnte ich definitiv. Ich bin im Englischen deutlich sicherer geworden und muss nicht mehr lange überlegen, bevor ich spreche, sondern kann mich frei ausdrücken. Gleichzeitig haben mir die Kinder mit ihrer Offenheit und Lebensfreude sehr viel gegeben. Die Zeit hat mich darin bestärkt, dass ich auch in Zukunft unbedingt mit Kindern arbeiten möchte.

So hat sich mein Blick auf meine Heimat geändert:

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland nehme ich vieles bewusster wahr und weiß den hohen Lebensstandard hier deutlich mehr zu schätzen. Dinge wie eine verlässliche Strom- und Wasserversorgung sind für mich keine Selbstverständlichkeit mehr. Gleichzeitig habe ich mir viel von der positiven, gelassenen Art der Menschen bewahrt.

Die Zeit in Südafrika hat mich zum Nachdenken gebracht und meinen Blick auf mein eigenes Leben verändert. Die beeindruckende Natur und die Herzlichkeit der Menschen machen das Land sehr besonders. Dennoch ist mir auch bewusst geworden, wie wichtig Freiheit und Sicherheit im Alltag sind

– vor allem die Möglichkeit, sich unabhängig und sorgenfrei fortzubewegen.

Das hätte ich gerne vorher gewusst:

Einziger kleiner Kritikpunkt war für mich, dass das Projekt zwar als Surfprojekt bezeichnet wird, man jedoch nur etwa einmal pro Woche – meist freitags – surfen geht, da der Schwerpunkt unter der Woche auf dem Education-Programm liegt. Das hatte ich zunächst anders erwartet und war überrascht, habe mich aber schnell an den Ablauf gewöhnt und das Programm insgesamt sehr zu schätzen gelernt.

Laura Erfahrungsbericht, Soziale Arbeit
Laura Erfahrungsbericht, Soziale Arbeit

Meine Unterkunft

Ich habe bei Viv in Muizenberg in einem Airbnb gewohnt, zusammen mit drei weiteren Mädchen aus meinem Projekt. Ich habe das Zusammenleben sehr geliebt: Jede von uns hatte ein eigenes Zimmer, trotzdem haben wir viel gemeinsam unternommen und zusammen gekocht. Besonders praktisch war, dass wir Vivs Surfboards nutzen durften, was uns einiges an Geld gespart hat. Außerdem war sie jederzeit für uns da, wenn wir Fragen hatten oder Hilfe brauchten.

Meine Tipps für zukünftige Freiwillige

  • Nicht zu viele Vorurteile und sich selbst ein Bild machen
  • Immer wachsam sein. Einfach nicht Naiv durch die Gegend laufen
  • Die Uber- App ist super
  • Zeit mit den Locals verbringen
  • Die Kinder lieben Musik und Tanzen
  • Ich habe das Wandern dort geliebt, also probiert es aus
  • Nimm einen Koffer mit und spende deine alten Sachen bei Rückreise
  • Flexibilität ist wichtig ( auch das Wetter ändert sich innerhalb von Minuten)
  • Kapstadt ist sehr windig, also dickere Sachen mitnehmen
  • Probiere lokale Gerichte
  • Joggen am Strand, Padel spielen in Camps Bay
  • Bauchtasche ein Muss!

 

Die Betreuung durch das live&learn

Die Betreuung habe ich als perfekt empfunden – besser hätte ich es mir nicht wünschen können. Antje und Alex waren bei Fragen oder Problemen jederzeit ansprechbar, und bei den monatlichen Treffen gab es immer einen offenen Austausch. Dabei hat man deutlich gemerkt, wie wichtig es beiden war, dass es uns gut geht.

Du bist auf der Suche nach einem Praktikum in Südafrika?

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