Erfahrungsbericht Nicholas Kerl

„Die schönste Erfahrung meines Praktikums war die Wertschätzung meiner Arbeit und meines Einsatzes durch die Lehrkräfte und auch durch die Kinder.“

– Erfahrungsbericht von Nicholas Kerl: Auslandspraktikum Lehramt in Somerset West

Nicholas studiert Lehramt an der Universität Koblenz. Im Rahmen seines Studiums hat er ein dreimonatiges Praktikum an der Hope & Light Schule in Somerset West absolviert. Dadurch konnte er nicht nur einen Einblick in das Südafrikanische Schulsystem gewinnen, sondern auch das Leben und die Kultur in Südafrika kennenlernen.

Meine Motivation für ein Auslandspraktikum

Ich habe mich für den Freiwilligendienst entschieden, da ich im Rahmen meines Lehramtstudiums einen 90-tägigen Aufenthalt in einem englischsprachigen Land machen muss. Von daher habe ich die Gelegenheit genutzt, die Reise mit praktischer Erfahrung an der Hope & Light Schule in Somerset West zu verknüpfen, und, um einen Einblick in das südafrikanische Schulsystem, das Lehren und gleichzeitig auch die Kultur und das Leben zu bekommen. Zusätzlich hatte ich an den Nachmittagen und Wochenenden genug Zeit, um die Umgebung zu erkunden. Im Vorhinein hatte ich es mir auch so erhofft, dass ich neben der Arbeit an der Schule meine Freizeit nutzen kann, um außerschulischen Tätigkeiten nachzugehen (Surfen, Safari, Kapstadt, etc.).

Mein Alltag an der Hope & Light Schule 

An der Schule habe ich ab und zu kleinere Unterrichtsstunden gehalten oder den Lehrkräften dabei geholfen. Außerdem habe ich gemeinsam mit der Sozialarbeiterin Elsie versucht einzelnen Kindern mit Schwierigkeiten zu helfen sowie Mobbing in einer Klasse zu thematisieren und gegen bestehendes Mobbing vorzugehen. Zusätzlich habe ich Events organisiert, wie zum Beispiel die Abschlussfeiern von Grade R und 12. In den Pausen habe ich oft mit den Kindern gespielt. Dazu habe ich mit einem Schüler aus Klasse 10 Deutsch gelernt. Des Öfteren habe ich auch viele Sachen kopieren und laminieren müssen.

Mein schönstes Erlebnis in Südafrika

Die Wertschätzung meiner Arbeit und meines Einsatzes durch die Lehrkräfte und auch durch die Kinder. Besonders schön war für mich die Entwicklung von den Kindern der Klasse 5 zu sehen, mit denen ich über die Zeit hinweg eine gute Beziehung aufbauen konnte, obwohl der Start ein wenig holprig war.

Das nehme ich von meiner Reise mit nach Deutschland

Sofern sich die Möglichkeit bietet, würde ich auch gerne in Deutschland surfen gehen. Ansonsten habe ich gelernt offen gegenüber neuen Sachen zu sein und alles mitzunehmen, was sich anbietet.Der Aufenthalt ist dafür da Spaß zu haben und die Zeit zu genießen, deswegen sollte man definitiv nicht sparen (sowohl finanziell als auch erlebnismäßig).

Perspektive auf die Heimat

Mir ist erneut aufgefallen, wie verwöhnt wir in Deutschland sind, aber dennoch oft verbittert und unglücklich scheinen. Auch wenn viele Menschen in Südafrika weniger haben als die meisten Deutschen, strahlen sie doch eine viel lebensfreudigere und muntere Stimmung aus. Ich nehme die SüdafrikanerInnen als sehr glückliche und warmherzige Menschen wahr, die es einem leicht machen, sich auch weit von zu Hause entfernt, wohlzufühlen.

Persönliche Ziele und Berufswunsch

Ich konnte von der Zeit an der Schule viel mitnehmen, aber ein wenig mehr Zeit in den Klassen selbst wäre wünschenswert gewesen. Dennoch konnte ich meine Berufswahl durch die Mitarbeit im Projekt bestätigen.

Meine Unterkunft in Südafrika

Ich habe gemeinsam mit vier anderen Freiwilligen (die in den drei Monaten des Öfteren gewechselt haben) in einer schönen WG direkt am Strand gewohnt. Wir haben so gut wie alles zusammen unternommen und hatten sehr viel Spaß miteinander.

Mein Rat an andere Freiwillige, Praktikantinnen und Praktikanten 

Ich würde erneut dazu raten alles Mitzunehmen, was sich anbietet. Spart nicht am Geld, sondern nehmt jede Erfahrung mit – das Geld kommt irgendwann zurück und die Erfahrungen bleiben! Genießt jeden Tag und geht raus und macht was. Außerdem würde ich dazu raten das Volunteering nur zu machen, wenn es für euch einen persönlichen Mehrwert hat. Macht es nicht, weil ihr Südafrika sehen wollt und man es ja mal ausprobieren kann an einer Schule zu arbeiten (obwohl man das gar nicht wirklich will, bzw. andere berufliche Ziele hat). Zusätzlich würde ich gerne sagen, dass man nicht mit dem Gedanken von White-Savourism nach Südafrika oder andere Länder reisen sollte. Wenn der Gedanke besteht, dass man als weißer Mensch nach Südafrika kommt, um den „armen schwarzen Kindern/Menschen zu helfen“, dann sollte man lieber zu Hause bleiben.

Meine Erfahrung mit live&learn

Die Organisation war sehr umfangreich und gut durchdacht. Man hatte auch vor Ort einen Ansprechpartner bei Fragen, Problemen oder Anmerkungen. Durch das monatliche Treffen mit Antje und Alex mit den anderen Volunteers, hat man sich stets unterstützt und sicher gefühlt. Außerdem hatte das Treffen auf dem Markt eine sehr familiäre und wohltuende Atmosphäre. Vielen Dank für die schöne Zeit!

Praktikum in Südafrika

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