Praktikum Südafrika – Sozialarbeit

Praktikum Südafrika – Sozialarbeit

Erfahrungsbericht von Lydia, 22 Jahre: Praktikum Südafrika – Sozialarbeit in einem Gemeindeprojekt in Kapstadt von Februar bis Mai 2018

Warum hast du dich für ein Praktikum in Südafrika entschieden? Welche Ziele hattest du dir für deinen Aufenthalt gesteckt, welche Erfahrungen hast du dir erhofft?

  • Ich wollte mich neuen Herausforderungen stellen und möglichst viele Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich der Sozialen Arbeit sammeln.
  • Zudem war es wichtig für mich eine andere Kultur kennenzulernen, sowie die Menschen und ihr Leben in Südafrika.
  • Ich wollte neben meiner Arbeit in der Einrichtung, die Stadt und das Land näher kennenlernen und erkunden.

Wie sah ein typischer Arbeitstag im Projekt aus? Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?

  • Organisation und Durchführung bereits vorhandener sowie von mir neu entwickelter Projekte  Women Workshop, Computer Lesson Workshops, After Care Programm, Projekte im Kindergarten und im Garten, Kunstprojekte (Recycling Projekt, Osterprojekt)
  • Organisation und Teilnahme an Kampagnen und Protesten (Human Rights Day oder International Women Day)
  • Fotodokumentation für die Foundation
  • Hausbesuche im Township und darauf bezogene Problemanalysen
  • Beratungshilfe und Teilnahme und Unterstützung der Selbsthilfegruppe der Einrichtung
  • Organisation und Anlegung des Sinnesweges für die Einrichtung (Kunstprojekt mit sozialpädagogischer Funktion)
  • Mitarbeit im Schulprogramm der Einrichtung:  Organisation der Life Skill Lessons und Sportaktivitäten an einer örtlichen Schule

Wie hat dir dein Praktikum gefallen? Hast du deine Ziele erreichen können?
Mein Praktikum hat mir sehr gut gefallen und ich konnte sehr viele neue und vielfältige Erkenntnisse aus meinen sozialarbeiterischen Tätigkeiten mitnehmen. Meine Ziele wurden für mich erreicht, und ich denke es kamen mit der Arbeit nochmal neue erreichte Ziele hinzu, mit denen ich anfangs gar nicht gerechnet hatte. Zum Beispiel konnte ich meine interkulturellen Kompetenzen ausbauen und lernen, eine andere Kultur besser kennenzulernen und zu verstehen. Zudem habe ich meine Fähigkeiten in vielen Bereichen der Sozialen Arbeit stark ausbauen können, sei es auf dem Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendarbeit, Frauenarbeit oder der Verwirklichung Sozialer Projekte/Workshops. Ziele, die sich im Laufe des Praktikums ergeben haben und die verwirklicht wurden, sind z.B. die Auseinandersetzung mit nach wie vor bestehenden Problemen wie Diskriminierung und Rassismus, den verschiedenen Ethnien und den Umgang mit den daraus resultierenden Situationen. Generell kann ich sagen, dass das Praktikum bezogen auf meine Zielsetzungen sehr erfolgreich war, und ich mich den auftretenden Herausforderungen gut stellen konnte.

Was waren die Highlights? Was war schwierig?
Meine Highlights waren neben den Women Workshops, welchen ich jede Woche mit den Frauen der Nähwerkstatt durchgeführt habe, die Anlegung eines Sinnesweges, die Ausflüge zum Strand und die Hausbesuche im Township. Manchmal war die Organisation und Umsetzung meiner Pläne zwar schwierig, da Pläne in Südafrika schnell mal über den Haufen geworfen werden können oder müssen, jedoch konnte ich lernen mit solchen Situationen umgehen zu können.

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Mit den Mitarbeiter*innen der Einrichtung habe ich mich durchweg immer gut verstanden und viele Mitglieder der Einrichtung halfen einen immer aus, wenn man Fragen, Anliegen oder Redebedarf hatte. Ich persönliche habe schnell für mich rausgefunden, mit welchen Menschen ich gut harmonieren kann und an wen ich mich bei Fragen oder Problemen wenden sollte. Die Anleitung ist eher so, dass man sehr viel Verantwortung selbstständig übernehmen muss und angewiesen ist auf Freiwillige, die bereits da sind und einen ein bisschen einführen.

Jetzt, am Ende deiner Mitarbeit, würdest du sagen, dass du ein besseres Verständnis vom Leben und Arbeiten in Südafrika sowie aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen hast?
Ich würde definitiv sagen, dass ich viel über die Gemeindeentwicklungsarbeit sowie Jugend- und Sozialarbeit in Südafrika lernen konnte, und darüber hinaus! Durch die verschiedenen Arbeitsbereiche und vielfältigen Tätigkeiten bekommt man zum Beispiel ein tieferes Verständnis für die Unterschiede in Kommunikation, Verhaltensweisen oder das Zeigen von Gefühlen. Ich habe es zu dem wertschätzen gelernt wie gut es uns eigentlich in Deutschland geht, und dass es Menschen gibt die eine viel größere Anzahl von Problemen haben, die zudem eine ganz andere Intensivität haben.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst?

  • Erfahrungen die ich im Umgang mit den Menschen aus dem Township gesammelt habe  z.B. die Gedanken, das Leben, die Ansichten und die Verhaltensweisen der Menschen
  • Erfahrungen im Bereich der vorhandenen Kriminalität und der unterschiedlichen Lebensweise der Menschen in Kapstadt (im Gegensatz zu Deutschland)
  • Eindrücke aus meiner Freizeit – z.B. Wandererlebnisse, Ausflüge in und rund um Kapstadt

Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Mir hat die Arbeit an sich mit den Menschen gefallen und auch meine Einsatzbereiche haben mir sehr viel gebracht. Schwierig war manchmal der Umgang mit der Chefin meiner Einrichtung.

Auto und Transport: Was empfiehlst du anderen in Bezug auf ein Auto?
Meine Gastfamilie hat mich jeden Tag auf die Arbeit gebracht und auch wieder abgeholt. Allgemein kommt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und Uber überall in Kapstadt hin. Für mich wäre ein eigenes Auto ebenfalls eine Option gewesen, jedoch war dies für mich finanziell nicht drin.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit und Kriminalität empfunden? Was würdest du anderen Praktikanten und Freiwilligen dazu raten?
Die Kriminalität ist ein Thema, welches in Kapstadt nun mal auch Platz findet. Wir haben als Gruppe auch auf verschiedene Art und Weise Erfahrungen damit gemacht, jedoch ist niemals jemanden etwas wirklich Schlimmes passiert. Von meiner Seite aus, liegt es auch an einem selbst wie vorsichtig man ist und wie gut man aufpasst. Die Sicherheit ist demnach durchaus unterschiedlich im Gegensatz zu Deutschland jedoch für mich kein Grund, nicht nach Kapstadt zurück zu kommen.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe die gesamte Zeit über in einer Gastfamilie in Muizenberg gewohnt und hatte durchweg positive Erfahrungen damit. Ich war sehr zufrieden mit meiner Unterkunft, der Lage und auch der Atmosphäre in meiner Familie. Man muss sich allerdings auch an die Regeln der Familie halten und sich darauf einstellen, dass man nicht allein wohnt.

Hast du in Südafrika eine Reise unternommen? Wenn ja, wie und wohin bist du gereist, und wie hat es dir gefallen? Was würdest du anderen zu diesem Thema empfehlen?
Ich bin mit Hotspot2c auf der Garden Route entlang gereist bis nach Port Elizabeth und kann diese Reise nur jedem empfehlen, da sie im Verhältnis nicht sehr teuer ist und viele Angebote die man erkunden kann bereithält (z.B. Addo Elephant Park, Tsitsikamma Nationalpark, Elpehant Bush Walk, Cango Caves, Bungee Jump, Safari, Straußenfarmbesuch usw.). An sich kann ich es auch empfehlen die Reise selber zu planen und einfach loszufahren, was auch sehr viele neue spannende Erfahrungen und auch Überraschungen bereithält.
Eine andere Empfehlung sind die Cederberge bzw. der dazugehörige Nationalpark etwa ein paar Stunden entfernt von Kapstadt. Wir sind dort zu den Wasserfällen gewandert und haben ein paar Nächte in Koringberg in einem Airbnb verbracht.

Die Betreuung durch das live&learn vor der Abreise und vor Ort: Wurdest Du gut vorbereitet (Arbeitsstelle, Visa, Lebenssituation)? War das Team auch in Kapstadt gut erreichbar?
Für mich waren die Vorbereitungen alle sehr hilfreich und ausreichend! Das Infopaket war für mich im Vorfeld sehr wichtig und ich konnte mich gut auf meinen Aufenthalt in Südafrika vorbereiten.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Die Betreuung vor Ort war immer gegeben, und ich konnte mich in Problemfällen und Anliegen immer an das Team wenden! Durch die Anwesenheit vor Ort war es für mich auch möglich, persönliche Gespräche/Treffen wahrnehmen zu können, was für mich ein sehr wichtiger und wesentlicher Punkt ist! Die reflektierenden und unterstützenden Gespräche haben mir sehr geholfen.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Ich hatte live&learn über eine Empfehlung aus dem Internet gefunden und meine Erwartungen wurden vor der Reise sowie während meines Aufenthalts übertroffen!

Hast du weitere Anregungen und Empfehlungen für das live&learn Programm? Wie können wir unseren Service verbessern?
Für mich gibt es keine Verbesserungsvorschläge!


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Weitere Informationen zu einem Praktikum in diesem sozialen Projekt findest du unter dem Link Freiwilligenarbeit Südafrika Soziale Arbeit Kapstadt.

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