Freiwilligenarbeit Surfen Afrika

Freiwilligenarbeit Surfen Afrika

Erfahrungsbericht von Timon, 21, Student – Freiwilliger in einem Surfprojekt an der Garden Route, Südafrika – von Mitte Januar bis Ende Februar 2018
Freiwilligenarbeit Surfen Afrika

Warum hast du dich für einen Freiwilligendienst in Südafrika entschieden? Welche Ziele hattest du dir für deinen Aufenthalt gesteckt, welche Erfahrungen hast du dir erhofft?
Ich wollte nicht einfach nur reisen, sondern auch einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen. So bin ich auf die Idee gekommen, als Freiwilliger zu arbeiten. Ich hatte viel Gutes über Südafrika gehört, besonders über die wundervolle Landschaft. Die Möglichkeit, dem deutschen Winter zu entfliehen war ein weiterer Pluspunkt. Und es ist noch keines dieser Standard Ziele wie Australien oder Neuseeland, wo eigentlich jeder nach dem Abitur einen Auslandsaufenthalt verbringt.
Meine Ziele waren hauptsächlich, so viele neue Eindrücke zu sammeln wie möglich und dem stressigen und gehetzten Alltag in Deutschland zu entgehen, in der Hoffnung, dass die südafrikanische Mentalität doch eine andere ist als bei uns.

Wie sah ein typischer Arbeitstag im Projekt aus? Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Ein typischer Arbeitstag hat um 9:00 Uhr begonnen, wir haben uns dann im Surf Center getroffen und mit unserem Surfcoach Andries besprochen, ob wir aufgrund der Wellenbedingungen surfen gehen können. Bei guten Bedingungen haben wir dann einige Stunden Surfunterricht bekommen, bei schlechten hatten wir dann andere Aufgaben wie Boards zu reparieren oder das Center zu putzen.
Um 13:00 Uhr gab es Mittagessen in unserem Appartement und 1,5h Mittagspause. Wir sollten uns dann um 14:30 wieder im Center einfinden und haben dann die Kinder in Empfang genommen. Je nach Wellen durften die Kinder dann auch ins Wasser oder es wurden Strandspiele gespielt und auf dem Parkplatz geskatet.
Unsere Aufgaben waren dabei vielfältig. Die kleineren Kinder müssen in die Welle geschoben werden, gleichzeitig muss man ein Auge auf die Kinder werfen, die im Wasser spielen und grade nicht surfen, da die meisten nicht schwimmen können.
Bei den Strandspielen hatten wir die Aufgabe, alles zu koordinieren, konnten bei Gelegenheit aber auch selber mitspielen.
Um 17:00 Uhr ging es dann in der Regel zurück ins Center, alle Neoprenanzüge mussten ausgewaschen und aufgehängt werden und gleichzeitig konnten wir anfangen, einen Snack für die Kinder zuzubereiten.
Bevor die Kinder um 18:00 Uhr abgeholt wurden, mussten wir dafür sorgen, dass alles möglichst ordentlich hinterlassen wird und alle Neos wieder im Center hängen.
Den Abend konnten wir selbst gestalten, in der Regel haben wir so zwischen 19:00 und 20:00 Uhr gegessen und den Tag dann gemütlich ausklingen lassen.

Wie hat dir dein Freiwilligendienst gefallen? Hast du deine Ziele erreichen können?
Mein Freiwilligendienst hat mir super gut gefallen! Die Arbeit mit den Kindern war eine tolle Erfahrung. Zu sehen, wie wenig sie brauchen, um glückliche Momente zu erleben und Spaß zu haben, lässt einen nochmal ganz anders über das Leben in Deutschland denken, wo man die selbstverständlichsten Dinge, wie fließendes Wasser, teilweise gar nicht mehr zu schätzen weiß.
Gleichzeitig lernt man, Verantwortung zu übernehmen und das Leben in einer WG ist eine lustige Erfahrung, falls man das vorher noch nicht kannte.

Was waren die Highlights? Was war schwierig?
Zu den Highlights zählen auf jeden Fall die Erfolge beim Surfen – meine erste ungebrochene Welle war ein super Gefühl. Aber auch zu sehen, wie die Kinder immer zutraulicher werden und sich freuen, wenn sie einen wiedersehen war schön. Dann natürlich auch die Fortschritte der Kinder beim Surfen und zu wissen, dass man selber vielleicht ein bisschen Teil an ihren Fortschritten hatte.
Ganz klar zählen auch die Wochenenden zu den absoluten Highlights, da es so viel zu entdecken gibt entlang der Garden Route.
Schwierig war dann der Abschied von allen am Ende der 6 Wochen… .

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima war super. Die Stimmung war immer gut. Wenn wir mit den Kindern im Wasser waren, konnte der Head Coach auch etwas strenger werden, was aber aufgrund der Tatsache, dass viele Kinder nicht schwimmen können und der Ozean doch viel Kraft hat, durchaus nachvollziehbar bzw. wichtig war.
Wir hatten immer einen Ansprechpartner zur Seite; bei Problemen konnten wir auch den Head Coach auch über WhatsApp erreichen und haben schnell Antworten bekommen. Der Head Coach fragt auch fast jeden Tag, ob es etwas gibt, dass es zu verbessern gilt, wodurch wir gemerkt haben, dass ihnen das Wohl der Freiwilligen sehr am Herzen liegt.

Jetzt, am Ende deiner Mitarbeit, würdest du sagen, dass du ein besseres Verständnis vom Leben und Arbeiten in Südafrika, den aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen sowie von Sport als Instrument der Jugendarbeit hast?
Ich fand es klasse zu sehen, welches Potential ein Sport wie das Surfen haben kann. Ohne diese „Nachmittagsbetreuung“ hätten die Kinder nach der Schule nicht viel zu tun. Durch das Surfen haben sie eine Aufgabe, viel Bewegung und lernen gleichzeitig wichtige Eigenschaften wie Durchhaltevermögen und Geduld. Selbst wenn nicht jeder der Kinder Surfprofi wird, sind das wichtige Eigenschaften die sie hoffentlich auch nach der Schule gut einsetzen können. Zu wissen, dass man zu einem kleinen Teil daran mitgewirkt hat, ist vielleicht eine der besten Erfahrungen meines Aufenthaltes in Südafrika.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst?
Ich hatte das Gefühl, dass das Leben in Südafrika insgesamt weniger stressig und hektisch ist im Vergleich zu Deutschland. Zwar dauert es vielleicht ab und zu etwas länger bis etwas Gesagtes umgesetzt wird aber irgendwie passt es zum Leben dort und man lebt sich schnell ein. Auch das Autofahren ist entspannter und die Leute nehmen viel mehr Rücksicht aufeinander. Der Service in Restaurants ist persönlicher und man fühlt sich eigentlich überall sofort willkommen.

Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Die Landschaft, die Südafrika zu bieten hat ist wirklich einmalig. Das Essen ist sehr gut und sehr preiswert und die Leute sind super nett! Die Supermärkte haben alles was man braucht und unterscheiden sich nicht stark von denen in Deutschland.
Man muss sich etwas an die Elektrozäune und die Townships gewöhnen, grade wenn man sowas vorher noch nicht gesehen hat, aber man lernt damit umzugehen.

Auto und Transport: Was empfiehlst du anderen in Bezug auf ein Auto?
Unser Apartment war 3 min Fußweg vom Strand entfernt, deshalb haben wir unter der Woche kein Auto gebraucht. Wir haben aber jedes Wochenende ein Auto gemietet, um die Garden Route zu erkunden, da Mossel Bay selber nicht viel zu bieten hat.
Ich würde auf jeden Fall empfehlen, so oft es geht ein Auto zu mieten und die Wochenenden so gut zu nutzen wie möglich, da die Garden Route so viele Aktivitäten und schöne Landschaften zu bieten hat. Am besten man holt das Auto direkt Samstagmorgen vor der Arbeit, da Avis Sonntag nicht geöffnet hat und Samstagmittag schon schließt. Rückgabe am besten Montagabend, dann hat man am meisten davon.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit und Kriminalität empfunden? Was würdest du anderen Praktikanten und Freiwilligen dazu raten?
Wir selber haben zum Glück keine Probleme mit Kriminalität gehabt. Wenn man sich an die Empfehlungen hält und nachts nicht in den „gefährlichen“ Gegenden herumläuft sollte das auch kein Problem darstellen.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Die Wohnung war sehr schön. Wir waren die ersten Freiwilligen, die in dieser Wohnung gewohnt haben, da das Projekt die alte Wohnung abgeben musste. Es gab drei Zimmer wovon zwei Doppelzimmer für die Mädchen und ein vierer Zimmer für die Jungs reserviert waren. Außerdem gab es jeweils ein Bad für die Jungs und eins für die Mädchen.
Die Küche war auch gut ausgestattet und wir hatten sogar einen Balkon mit Meerblick auf dem wir dann immer gegessen haben.

Hast du in Südafrika eine Reise unternommen? Wenn ja, wie und wohin bist du gereist, und wie hat es dir gefallen? Was würdest du anderen zu diesem Thema empfehlen?
Wir hatten uns für 2 Wochen zu dritt einen Leihwagen gemietet mit dem wir dann unterwegs waren. Von Mossel Bay sind wir erst nach Port Elisabeth aber hauptsächlich für den Addo Elephant Park, sonst gibt es dort nicht viel. Der Park ist aber ein Muss! Wir sind dann über Plettenberg Bay, Cape Agulhas(südlichster Punkt Afrikas, unbedingt bei Sonnenuntergang besuchen) und Bettys Bay(schöne Pinguin Kolonie) bis nach Kapstadt gefahren. In Kapstadt haben wir dann noch 6 Tage verbracht. Wobei die 6 Tage fast noch zu wenig waren um alles Wichtige zu sehen!
Untergekommen sind wir sowohl in Backpackern als auch in Airbnbs, da findet man eigentlich immer etwas Passendes.

Die Betreuung durch das live&learn vor der Abreise und vor Ort in Südafrika: Wurdest Du gut vorbereitet (Arbeitsstelle, Visa, Lebenssituation)? War das Team auch in Kapstadt gut erreichbar?
Die Vorbereitung durch live&learn war perfekt! Antje hat super schnell geantwortet und konnte bei der Auswahl des richtigen Projekts helfen. Nach der Wahl des Projekts lief auch alles bestens, bei Fragen konnte man auch mal telefonieren und Mails wurden immer schnell beantwortet.
Während des Aufenthalts hat sich Antje auch regelmäßig erkundigt ob alles in Ordnung sei oder irgendwelche Fragen anstünden.

Die Betreuung durch das Team des Surfprojekts vor Ort: Was hat dir gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Alle Beteiligten waren sehr nett und haben sich wirklich super um uns gekümmert. Auch unsere Köchin ist auf die speziellen Wünsche von jedem eingegangen und das Essen war echt richtig gut. Bei Problemen konnten wir uns immer an jemanden wenden und dann wurde schnell eine Lösung gefunden. Der Head Coach wollte auch immer Verbesserungsvorschläge hören, wodurch wir selber gemerkt haben, wie viel Mühe sich alle geben, um unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Eine Freundin von mir hat mich auf live&learn aufmerksam gemacht und die Projekte haben mich sofort angesprochen, weshalb ich mich dann entschieden habe! Alle meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt und ich würde jeder Zeit wieder mit live&learn verreisen.

Hast du weitere Anregungen und Empfehlungen für das live&learn Programm? Wie können wir unseren Service verbessern?
Alles bestens, weiter so!

 

Interessierst du dich für das Projekt „ Freiwilligenarbeit Surfen Afrika “?

Weitere Erfahrungsberichte von ehemaligen Freiwilligen in diesem Projekt findest du hier:

Erfahrungsbericht Volkan, Student

Erfahrungsbericht Sandra, Berufstätige auf Sabbatical

Weitere Informationen zur Mitarbeit in diesem Projekt findest du unter dem Link Freiwilligenarbeit Sport und Kultur – Freiwilligenarbeit Surfen.

Weitere Möglichkeiten für „Freiwilligenarbeit Sport“ findest du unter dem Link Freiwilligenarbeit Sport und Kultur.

Kontaktiere uns über unser Kontaktformular oder sende uns eine kurze Nachricht, um weitere Informationen zu erhalten: info@liveandlearn.de



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