Auslandspraktikum Schule

Auslandspraktikum Schule

Erfahrungsbericht Auslandspraktikum Schule: Bericht von Alica, 21 J., Absolventin – Unterrichten in einer Grundschule bei Kapstadt von Oktober 2017 bis Februar 2018

Auslandspraktikum Schule
Alicia engagierte sich für 5 Monate in der Grundschule des Projektes Bildung und Soziale Arbeit.

Meine Motivation …
Da ich in Münster Grundschullehramt studiere und im Sommer 2017 meinen Bachelor beendet hatte, wollte ich mir eine kleine Auszeit vom Uni Leben nehmen, bevor es in den Master geht. Aufgrund meines Studiums wollte ich natürlich an einer Schule arbeiten und Erfahrungen für meinen späteren Beruf sammeln. Südafrika ist ein Land, dass mich schon sehr lange reizt und in das ich unbedingt einmal reisen wollte. In der Verbindung von Südafrika und der Arbeit an einer Schule bin ich auf live&learn gestoßen. Dementsprechend waren meine Erwartungen und Ziele an meinen Aufenthalt in Südafrika selbstverständlich vor allem das Sammeln von Eindrücken und Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern.

Meine Aufgaben im Projekt …
In meinen fünf Monaten an der Grundschule des Projektes Soziale Arbeit und Bildung war ich zunächst in der Klasse eins und dann in der Klasse zwei eingesetzt. Dabei habe ich die Lehrerin in verschiedensten Bereichen und Aufgaben unterstützt. Nach der morgendlichen Begrüßung habe ich beispielsweise das morgendliche Ritual des Singens und Betens übernommen. Außerdem konnte ich kleinere Gruppenübungen, wie das Zählen in 2er, 5er usw. Schritten anleiten. Bei Gruppenarbeiten oder Schwierigkeiten einzelner Schüler/innen gab ich Hilfestellungen. Außerdem durfte ich bei der Abwesenheit einer Lehrperson die Aufsicht der Klasse übernehmen und selbst den Schultag gestalten. Wenn wichtige Aktionen (z.B. ein Sportfest oder eine Weihnachtsfeier) anstanden, wurden wir morgens in die Vorbereitung involviert. Am Nachmittag leitete ich einige AGs, die ich mir vorher nach meinen Interessen selbst aussuchen durfte. Gemeinsam mit einer anderen Volontärin leitete ich einen Chor für die Klassen drei und vier, eine Flöten AG und eine Deutsch AG.

Highlights und Herausforderungen …
Die Zeit im Projekt hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich konnte viele verschiedene Eindrücke bei der Arbeit mit den Kindern sammeln und mich auch selbstständig in einigen Bereichen ausprobieren. Beispielsweise haben wir eigenständig mit den Kindern des Chores ein deutsches Weihnachtslied einstudiert, welches dann auf der schulinternen Weihnachtsfeier vorgesungen wurde. Außerdem durfte ich mir in der Weihnachtszeit einige themenentsprechende Bastelaktionen überlegen und diese mit den Kindern ausprobieren. Zu meinen Highlights zählen genau diese Dinge. In diesen Situationen hat man vor allem die Begeisterung und den Spaß der Kinder gespürt. Alle waren mit vollem Eifer dabei. Da ich die Kinder über einen längeren Zeitraum begleitet habe, war es auch sehr schön zu sehen, welche Fortschritte die einzelnen Kinder gemacht haben.
Selbstverständlich gab es auch einige schwierige Situationen. Dazu zählt vor allem die Disziplin der Kinder. In manchen Situationen fiel es mir sehr schwer, mich durchzusetzen und mich gegen das Geschreie der Kinder zu behaupten. Allerdings konnte diese Schwierigkeit meistens durch eine anwesende Lehrperson geregelt werden.

Das Verhältnis zu meinen Kollegen …
Vor allem zu meinen Klassenlehrerinnen hatte ich ein sehr gutes Verhältnis. Beide haben mich von Anfang an herzlich aufgenommen und als volle Respektperson der Klasse vorgestellt. Auch mit dem restlichen Lehrerkollegium verstand ich mich sehr gut. Der Direktor der Schule war uns Volontären gegenüber immer freundlich und drückte seine Dankbarkeit sehr oft aus. Vor Ort hatten wir eine deutsche Betreuerin namens Karin. Sie hatte immer ein offenes Ohr für uns und wir konnten mit jedem Problem und Anliegen zu ihr kommen. Auch bei der anfänglichen Einteilung der AG´s half sie uns und sie war sehr daran interessiert, unsere eigenen Interessen im Schulalltag umzusetzen. Leider hatten wir zu der Organisationsleiterin von Hope and Light kaum Kontakt.

Freizeit und Reisen …
An den Wochenenden blieb immer genügend Zeit um Kapstadt und die Umgebung zu besuchen. Oft haben wir uns in Kapstadt ein Hostel genommen und sind das ganze Wochenende dortgeblieben. Die tolle Landschaft mit den Stränden und den Bergen an einem Fleck und dazu noch eine Großstadt bieten unzählig viele Aktivitäten und Möglichkeiten, seine Zeit zu gestalten.

An unserem Einsatzort wurden wir die ganze Zeit von Patricia betreut. Sie war immer für uns erreichbar und bei Problemen oder Unsicherheiten unterstützte sie uns immer. Bei ihr habe ich mich total gut aufgenommen gefühlt. Sie hat uns jeden Morgen zur Arbeit gefahren und auch nachmittags wieder abgeholt. Der Umgang mit Patricia war sehr herzlich, und ich habe sie während meiner Zeit in Südafrika total in mein Herz geschlossen. Sie war immer für uns Mädels da und hat uns zum Beispiel abends manchmal als Überraschung Malva Pudding oder Ähnliches gemacht und vorbeigebracht.

Wenn wir uns in unserer Freizeit fortbewegen wollten, sind wir immer mit einem Uber (eine dort sehr verbreitete Taxi App) gefahren. Die App ist wirklich nur zu empfehlen: Man sieht vorher, wer der Fahrer ist und kann die Fahrt per GPS verfolgen. Außerdem sind die Fahrten relativ kostengünstig. Ein Auto hatte ich in Südafrika nur für die Reise auf der Garden Route gemietet. Wenn genügend Zeit bleibt, kann ich die Garden Route als Reiseziel nur empfehlen. Diese insgesamt 400km (ein Weg) sind landschaftlich unglaublich vielseitig und bieten viele schöne Plätze. Am letzten Punkt in Port Elizabeth habe ich eine Safari im Addo Elefant Park gemacht, wozu ich auch nur raten kann. Wenn man auf dieser Strecke mit einem eigenen Auto unterwegs ist, kann man natürlich an den Plätzen anhalten, die einen interessieren und muss sich nicht nach einer großen Reisegruppe richten. Außerdem habe ich mit einem Reiseveranstalter eine Reise von Johannesburg durch Botswana zu den Victoria Falls in Simbabwe gemacht. Auch diese Reise kann ich wirklich empfehlen und ich würde auf jeden Fall in einem Zelt schlafen. Erst dadurch habe ich das „Afrika-feeling“ wirklich gespürt.

Meine Unterkunft …
Die Wohnung, in der wir während des Praktikums gewohnt haben, ist total schön und direkt am Meer. Zuerst hatte ich einige Bedenken in einer Wohnung mit so vielen Personen zu leben, aber diese Bedenken waren total unnötig. Wir haben uns alle super gut verstanden und ich habe mich wirklich wie in einer Ersatzfamilie gefühlt. Abends wurde zusammen gekocht, Gesellschaftsspiele gespielt oder einfach mal gemütlich ein Film geschaut.

Persönliche Sicherheit …
Mit Kriminalität bin ich in Südafrika überhaupt nicht in Berührung bekommen. Selbstverständlich muss man auf seine Sachen achten und sollte sie nicht unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit lassen, aber sonst muss man nicht übervorsichtig sein. Da Strand kein sehr touristischer Ort ist, waren dort viele Einheimische unterwegs und es gab keinen großen Touristenbetrieb. Dort war es auch kein Problem tagsüber im Hellen alleine an der Promenade joggen zu gehen oder alleine seinen Einkauf zu erledigen.

Meine Lieblingsplätze …
Abends waren wir oft und total gerne im Casa del Sol in Strand essen. Das Restaurant ist nicht weit von der Wohnung entfernt und man sitzt dort echt entspannt und gemütlich. Dort müsst ihr unbedingt den Casa Burger probieren. An einem heißen Strandtag darf auf keinen Fall ein Eis von „nice ice“ fehlen. In Kapstadt waren wir auf der bekannten Longstreet feiern. Im SGT Pepper kann man dort super Cocktails trinken und zu etwas späterer Stunde läuft auch dort abwechslungsreiche Musik und man kann gut tanzen. Ansonsten waren wir vom irischen Club Dubliner sehr begeistert. Dort spielt abends oft eine Liveband. Übernachtet haben wir an den Wochenenden in Kapstadt immer im 91 Loop. Das Hostel ist auf der Parallelstraße zur Longstreet und somit super zentral. Dort war es total sauber und man hat sich sehr wohlgefühlt.

Meine gesamte Zeit in Südafrika und an der Schule waren wunderschön und ich habe das halbe Jahr in vollen Zügen genießen können. Durch live&learn habe ich mich während meines Aufenthaltes und auch schon bei der Vorbereitung sehr gut aufgehoben gefühlt. Schon bei der Beantragung des Visums war die Hilfestellung durch live&learn sehr gut und Antje hat mir unglaublich viel geholfen, alle Dokumente beisammen zu haben und den Antrag entsprechen auszufüllen. Perfekt war auch die Betreuung von Antje vor Ort, als ich zum Beispiel spontan noch meine Reise zu den Vic Falls buchen wollte.

Ich danke euch, dass ihr mir die Zeit in Südafrika so unvergesslich gemacht habt!

 

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Weitere Erfahrungsberichte von ehemaligen Freiwilligen an dieser Schule findest du hier:

Erfahrungsbericht Volkan – Auslandspraktikum Schule

Erfahrungsbericht Marleen – Freiwilligenarbeit Schule

Erfahrungsbericht Markus – Auslandspraktikum Schule

Weitere Informationen zur Mitarbeit in diesem Projekt findest du unter dem Link Freiwilligenarbeit Bildung und Soziale Arbeit.

Weitere Stellen für ein Auslandspraktikum im Rahmen eines Freiwilligendienstes findest du unter dem Link Soziales und Bildung.

Oder sende uns eine kurze Nachricht, um weitere Informationen zu erhalten: info@liveandlearn.de



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