Auslandspraktikum Sport Südafrika

Erfahrungsbericht von Volkan, 24, Student, Freiwilliger in einem Surfprojekt im Juli 2017

Volkan studierte Sozialpädagogik an der Universität der Bundeswehr in München. Im Rahmen seines Auslandspraktikums engagierte er sich in unserem Surfprojekt an Südafrikas Garden Route sowie  in einem Kinder- und Jugendhilfeprojekt bei Kapstadt.

Hier berichtet er von seinen Erfahrungen im Surfprojekt.

Wie hat dir dein „Auslandspraktikum Sport Südafrika“ gefallen? Hat es deinen Erwartungen entsprochen?
Mein Praktikum im Surfprojekt hat mir sehr gut gefallen. Das nicht nur, weil sich surfen mehr nach Spaß, als nach Arbeit anhört, sondern auch, weil ich von der gut strukturierten Leitung des Projekts überrascht war. Es war ein riesen Highlight für mich zu sehen, mit was für einer Leidenschaft die Kinder dabei waren und auch trotz des Wissens, dass wir an manchen Tagen nicht surfen werden, weil die Bedingungen da nicht gut genug sind, sie täglich kamen.

Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Wenn die Kinder da waren, waren meine Aufgaben, hauptsächlich die Betreuung der Kinder, sowohl im Wasser, als auch außerhalb. Bei schlechten Bedingungen haben wir Spiele gespielt oder uns Dokumentationen über Surfer, den Ozean, über Meereskreaturen, etc. angeschaut. Wenn sie länger surfen waren, haben wir ihnen danach noch eine heiße Schokolade oder einen Tee gemacht, um sie aufzuwärmen und manchmal auch Nudeln.

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima war sehr gut, sodass man seine Aufgaben sehr gerne gemacht hat und sich auch wertgeschätzt gefühlt hat. Die Betreuung war auch sehr gut, da uns das Surfen mit viel Ruhe und Geduld beigebracht wurde und manche Sachen zur Not auch mehrmals wiederholt wurden.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst?
Für mich war es interessant zu erfahren und mitzuerleben, dass viele Menschen aus den Townships, die für uns in sehr ärmlichen Bedingungen wohnen, sich nicht als so arm sehen. Sie sind zufrieden mit dem was sie haben und feiern das auch öfter mal ausgiebig.

Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Südafrikaner hat mir sehr gut gefallen.
Für mich schwierig zum Ansehen ist der Rücksichtslose Umgang mit ihrer Umwelt.
Auf Mülltrennung wird gar kein Wert gelegt, geschweige denn an vielen Orten der Müll überhaupt in einen Mülleimer geworfen. Glasflaschen werden aus dem Auto geworfen. Kinder spielen Barfuß auf genau solchen Straßen. Einigen heranwachsenden Männern wird einfach kein Verantwortungsbewusstsein anerzogen, sodass die jungen Frauen oftmals mit ihrer eigenen Mutter zusammen, sich alleine um die Kinder kümmern müssen.

Auto und Transport: Was empfiehlst du anderen in Bezug auf ein Auto?
In Mossel Bay hätte ich mir ein Leben ohne ein Auto nicht vorstellen können. Und dabei bin ich echt kein Freund vom Autofahren. Aber eine Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es da einfach nicht.

Sicherheit: Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit/Kriminalität empfunden?
Ich persönlich habe mich da zu keinem Moment unwohl gefühlt. Statistiken und die Elektroumzäunten Häuser können einen schon mal verunsichern. Aber in einem Township wurde man eher nur überrascht, als aggressiv angeschaut.

Was würdest du anderen Freiwilligen dazu raten?
Man sollte sich nicht von den Statistiken verunsichern lassen und sich auch mal mit Vorsicht einigen Leuten/Orten nähern. Lieber ein gestohlenes Handy/Portmonee, als nie die Erfahrung gemacht zu haben, diese tollen und netten Menschen genauer kennen gelernt zu haben.

Wohnsituation: Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Die Unterkunft war ein Traum. Direkt am Strand und voll ausgestattet.

Hast du in Südafrika eine Reise unternommen? Wenn ja, wie und wohin bist du gereist, und wie hat es dir gefallen? Was würdest du anderen zu diesem Thema empfehlen?
Ich bin mit eigenem Auto von Mosselbay nach Port Elizabeth, über Knysna, Plettenberg und Jeffreys Bay gereist. Plettenberg bietet sehr viel an coolen Aktivitäten: Bungeejump, Elephant Parks, Africanyoing, Wanderungen. Jeffreys Bay ist unglaublich zum Surfen. Port Elizabeth hatte nicht so viel zu bieten, aber kurz dahinter ist der Addo Elephant Nationalpark, der auf jeden Fall eine Reise wert ist.

Die Betreuung durch das Team des Surfprojekts vor Ort: Was hat dir gefallen? Wurdest du gut betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Ja das Team hat uns sehr viel geholfen. Auch bei der Planung von Nachmittags- und Wochenend-Aktivitäten. Sie waren auch bei anderen Fragen schnell erreichbar.

Die Betreuung durch das live&learn Team vor der Abreise und während deines Südafrikaaufenthaltes: Wurdest du gut vorbereitet (Arbeitsstelle, Lebenssituation, Visum) und betreut? War das Team vor Ort ansprechbar in Problemfällen?
Das live&learn Team hat mich sowohl vor der Reise, als auch während meines Aufenthalts sehr gut informiert und vorbereitet. Sie waren gute und zuverlässige Ansprechpartner vor Ort und haben mir viele gute Tipps geben können.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Mir wurde es von einem guten Freund empfohlen und ich bin sehr froh über meine Entscheidung, mich für live&learn entschieden zu haben. Ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

 

Volkan hat sich auch in einer Grundschule engagiert. Seinen Erfahrungsbericht über die Mitarbeit in der Schule findest unter dem Link Erfahrungsbericht Praktikum Schule.



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