Sabbatical Ergotherapie Südafrika

Erfahrungsbericht von Yvonne, 31, Ergotherapeutin, Freiwillige an einer Förderschule von Juli bis August 2017

Yvonne war seit vielen Jahren als Ergotherapeutin in Deutschland tätig und sehnte sich nach einer Auszeit vom normalen Berufsalltag, um einen Einblick in das südafrikanische Gesundheitssystem zu bekommen und sich mit Therapeuten im außereuropäischen Ausland auszutauschen.

Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen im Team der Ergotherapeuten einer Förderschule in Kapstadt:

Warum hast du dich für die Teilnahme an unserem Programm Sabbatical Ergotherapie Südafrika entschieden? Welche Ziele hattest du dir für deinen Aufenthalt gesteckt, welche Erfahrungen hast du dir erhofft?
Ich wollte gerne eine Auszeit aus dem Alltag in Deutschland und dem Arbeitsleben. Südafrika hat mich schon immer interessiert, und ich wollte die Stadt, die Kultur und die Menschen kennenlernen. Ich wollte jedoch nicht nur als Tourist da sein, sondern wirklich in das Leben eintauchen.

Wie sah ein typischer Arbeitstag im Projekt aus? Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Ich habe mich im Bereich Ergotherapie in einer Förderschule engagiert. Da ich eine fertige Ausbildung habe, konnte ich nach einer Woche einen eigenen Plan haben und meine eigenen, individuellen Therapien gestalten. In der Wahl der Aktivitäten/Massnahmen mit den Kindern war ich völlig frei, solange sie natürlich den Therapiezielen entsprachen. Meine Kollegen haben mich natürlich unterstützt und wir hatten einen tollen beruflichen Austausch. Alle waren sehr nett zu mir, und ich habe mich gut in das Team integriert gefühlt.

Wie hat dir dein Sabbatical Südafrika gefallen? Hast du deine Ziele erreichen können?
Ich habe viele berufliche Erfahrungen machen können, z.B. mit ICP Kindern oder Spina bifida. Die Kollegen haben sehr professionell gearbeitet, und ich habe viele Ideen und Anregungen bekommen – auch für meine Arbeit zu Hause – und ich hoffe, meine Kollegen auch von mir.

Was waren die Highlights? Was war schwierig?
Highlights waren für mich die Stadt und die vielen lieben Menschen, die mir begegnet sind, die Freunde geworden sind und mit denen ich bis heute noch Kontakt habe. Diese Momente waren unbezahlbar. Insgesamt die ganze Lebensart in Südafrika war ein einziges Highlight für mich. Schwierig war es in den ersten paar Tage, das Fachenglisch zu verstehen. Dass wurde aber schon nach ein paar Tagen besser.

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Es waren alle super hilfsbereit und ich habe mich völlig in das Team integriert gefühlt.

Jetzt, am Ende deiner Mitarbeit, würdest du sagen, dass du ein besseres Verständnis vom Leben und Arbeiten in Südafrika und vom Arbeitsfeld Ergotherapie hast?
Ich war überrascht das die Schule so gut ausgestattet war. Aber das Arbeiten an sich war nicht viel anders als in Deutschland, die Kollegen arbeiten z.B. Auch nach Si Therapie. Und viele Schwierigkeiten sind ähnlich wie in Deutschland, z.B. Die Mitarbeit der Eltern, oder das Problem mit der LRS Therapie (welche Berufsgruppe ist dafür zuständig).

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst?
Die Stadt mit so vielen Kontrasten.

Auto und Transport: Was empfiehlst du anderen in Bezug auf ein Auto?
Ich habe UBER für den täglichen Weg zur Arbeit benutzt, und das ging für mich sehr gut.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit und Kriminalität empfunden? Was würdest du anderen Praktikanten und Freiwilligen dazu raten?
Ich habe mich an die Ratschläge von live&learn und meiner Vermieterin gehalten und habe mich so zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe über Airbnb eine Privatunterkunft gebucht. Meine Gastgeberin und ich haben uns sehr gut verstanden. Wir haben uns als Freundinnen verlassen und sind weiter im Kontakt.

Hast du in Südafrika eine Reise unternommen? Wenn ja, wie und wohin bist du gereist, und wie hat es dir gefallen? Was würdest du anderen zu diesem Thema empfehlen?
Ich hatte keine Zeit für eine Reise. Als Ausflug von Kapstadt empfehle ich einen Ausflug nach Gansbaai zum Wale schauen und den Chapman’s Peak Drive.

Die Betreuung durch das live&learn vor der Abreise und vor Ort: Wurdest Du gut vorbereitet (Arbeitsstelle, Visa, Lebenssituation)? Wie war die Kommunikation? Wurdest Du vor Ort gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Mir hat die Stadttour mit Alex sehr gut gefallen, hier hat man viel über die Stadt und Geschichte erfahren. Aber auch im voraus die Telefonate mit Antje. Sie hat sich immer gleich gemeldet bei einem Anliegen – vor Ort aber auch bereits in der Vorbereitung.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Mich hat die Homepage und die Auswahl der Projekte angesprochen. live&learn war für mich die richtige Wahl, Antje hat sich viel um mich gekümmert, da mein Fall ja ein nicht ganz einfach war, da es Probleme mit der Genehmigung meines Sabbaticals gab.



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