Auslandspraktikum Schule Südafrika

Auslandspraktikum Schule Südafrika

Auslandspraktikum Schule Südafrika: Erfahrungsbericht von Markus, 29 Jahre, Lehramtsstudent – Freiwilliger von Januar bis März 2017

Auslandspraktikum Schule SüdafrikaWarum hast du dich für das „Auslandspraktikum Schule Südafrika“ entschieden? Welche Ziele hattest du dir für deinen Aufenthalt gesteckt, welche Erfahrungen hast du dir erhofft?
Ich hatte mich für Südafrika entschieden, weil ich etwas anderes kennen lernen wollte. Viele Leute gehen für eine Auslandserfahrung in die USA und nach Australien etc. . Südafrika erschien mir etwas interessanter. Ziele hatte ich mir keine gesteckt. Ich bin völlig ohne Erwartungen und vorurteilsfrei hingeflogen. Meine einzige Sorge, die ich tatsächlich hatte, war, dass Einheimische verärgert auf mich als Volunteer reagieren könnten, da ich ja als „reicher“ Europäer dorthin komme … und ich dort ja keinen großen Unterschied ausmachen würde. Das ist zum Glück nicht passiert!

Wie sah ein typischer Arbeitstag im Projekt aus? Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Ich wurde nach der ersten Woche in eine Klasse eingeteilt (Grade 6 bei teacher Nanty). Von dort an saß ich immer in dieser Klasse. Teilweise habe ich selber Stunden gegeben, teilweise auch mal Arbeiten kontrolliert aber auch sehr häufig „Botengänge“ gemacht. Arbeitsblätter kopieren, Sachen holen/organisieren usw.
Ansonsten habe ich eine „Fußball AG“ geleitet, immer mittwochs nach der Schule.
Zudem habe ich einmal in der Woche mit jeder Klasse (ab Grade 4) eine Life Kinetics Stunde gemacht. In Absprache mit den Lehrern und deren Unterstützung hatte ich mir eine Stunde ausgesucht, in der ich mit der Klasse nach draußen hinter die Schule gegangen bin und dort diverse Übungen mit den Kindern gemacht habe. Life Kinetics kombiniert Gedächtnistraining mit Bewegung bzw. körperlicher Aktivität ist jedoch nicht körperlich anstrengend, daher für jedermann etwas und macht viel viel Spaß 🙂
Ansonsten hatte ich auch mal die Aufsicht in einer anderen Klasse übernommen, wenn dort mal ein Lehrer etwas organisieren und kurz aus seiner Klasse verschwinden musste; oder ich habe dem Koch geholfen beim Einkaufen oder den Busfahrern, wenn sie eine helfende Hand brauchten, um das Klavier vom alten in den neuen Klassenraum zu transportieren. Es fielen oft kleinere Aufgaben an.

Wie hat dir dein Praktikum gefallen? Hast du deine Ziele erreichen können?
Mein Praktikum hat mir sehr gut gefallen. Durch die feste Einteilung in eine Klasse habe ich diese entsprechend gut kennengelernt und hatte eine sehr tolle Zeit dort. Alle Lehrer und Kinder waren sehr freundlich und aufgeschlossen!

Was waren die Highlights? Was schwierig?
Meine Highlights waren zum einen das Abschlussevent meiner Fußball AG. Wir sind in der letzten Woche zum Strand gefahren und haben dort ein Mini Beach Turnier gespielt. Ich hatte drei Mannschaften eingeteilt und die vierte selbst gestellt, bestehend aus dem Koch (der Hot Dogs vorbereitet hatte zur Verpflegung), dem Busfahrer (der uns beim Transport der Kinder unterstützt hat), einem weiteren Volunteer (den ich vor Ort kennengelernt hatte und der spontan mitmachen wollte) und mir. Es war eine „Mordsgaudi“ und wir hatten sehr viel Spaß dort. Es gab keinerlei Schwierigkeiten und die Schulkinder waren auch sehr dankbar, dass wir das mit Ihnen gemacht hatten.
Ein zweites Highlight war meine Klasse an sich. Ich hatte dort zwei Physik Stunden gehalten und den Kindern kleinere Experimente vorgeführt (alles sehr sehr einfach!). Aber teilweise hat es sie beeindruckt und einen Aha Effekt hervorgerufen. Zudem haben wir in der letzten Stunde jeden Tages immer Spiele gespielt (Galgen raten, Pantomime, Zeichnen, Rätsel lösen usw.) und das war immer lustig, so dass der ein oder andere gar nicht zum Bus nach Hause wollte…
Schwierig war nur die Art zu akzeptieren, dass in Südafrika oder zumindest an unserer Schule alles etwas unorganisierter und chaotischer abläuft. Es ist schwer zu erklären, aber auch nicht schlimm – man muss es halt erleben 🙂

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima war super. Wie gesagt, alle Lehrer sowie der komplette Mitarbeiterstab waren sehr nett zu einem und immer hilfsbereit! Die Betreuung durch die Organisation live&learn war auch spitze. Wir waren häufig in Kontakt bzw. hatten immer die Möglichkeit, jemanden zu kontaktieren. Zudem war unsere Vermieterin und Betreuerin vor Ort einfach nur spitze! Sie hatte immer ein offenes Ohr und hat uns bei allem unterstützt.

Jetzt, am Ende deiner Mitarbeit, würdest du sagen, dass du ein besseres Verständnis vom Leben und Arbeiten in Südafrika im allgemeinen und Bildungsarbeit im Besonderen hast?
Nach 3 Monaten dort habe ich schon eine andere Sicht auf die Dinge. Wenn man die Kinder nach der Fußball AG nach Hause fährt und sieht wo sie wohnen und wie sie aufwachsen, lernt man schon sein eigenes Leben wieder etwas mehr zu schätzen. Nicht dass man Mitleid empfindet, aber man lernt die Dinge wieder etwas zu relativieren. Am meisten hat mich jedoch beeindruckt wie die Menschen charakterlich hier in Südafrika sind. Auf der Straße wurde man natürlich immer als „Fremder“ oder Urlauber etc. betrachtet; in dem Projekt jedoch hat man ja die Lehrer und Mitarbeiter kennengelernt, und sie waren immer freundlich haben immer ein Lächeln auf den Lippen gehabt, obwohl Sie nicht immer glücklich waren aus welchen Gründen auch immer. Die Atmosphäre und die Art zu leben habe ich dort etwas fröhlicher wahrgenommen als es in Deutschland der Fall ist. Die Leute in Südafrika sind schon etwas offener und lebensfroher, und das hat (erst Recht bezogen auf die Lebensumstände die teilweise herrschen) mich schon beeindruckt.
Überrascht hat mich nicht, dass auch hier nicht jedes Kind Lust auf Sport hatte. Viele waren beim Sportunterricht einfach nur froh mal aus der Schule raus zu sein, hatten jedoch nicht wirklich Spaß am Sport selber. Gerade ich als angehender Sportlehrer hatte das ein oder andere mal Schwierigkeiten jemanden beim Sportunterricht zu motivieren.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst?
Wie schon oben angesprochen, ist es die Lebensfreude, die mich so mit am meisten beeindruckt hat. Die Lehrer waren sehr engagiert, auch der Koch hat in seiner Freizeit mit den Kindern einen Tanz für den Valentinstag eingeübt. Das sind so diese Kleinigkeiten die ganz oft aufgetreten sind. Zudem habe ich auch viele sehr traurige und schockierende Geschichten von Kindern, Lehrern und anderen Personen gehört, die im ersten Moment sehr stark die Sicht auf das eigene Leben relativieren und wobei man das eigene Leben ganz anders wertschätzt. Wobei man fairerweise sagen muss, dass dieses Gefühl und diese Wertschätzung natürlich mit voranschreitender Zeit auch (leider!!!) wieder etwas schwindet.

Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Schwierig war nichts, gefallen hat mir fast alles – außer dass ich der einzige Junge/Mann in einer kompletten Frauen WG war 🙂

Wie hast du in Südafrika den täglichen Transport zur Arbeit bewerkstelligt? Hattest du während deiner Zeit in Südafrika ein Auto gemietet? Was empfiehlst du anderen in Bezug auf ein Auto?
Wir wurden täglich von Patricia oder mit einem Taxi zur Arbeit gefahren und wieder abgeholt, und das hat immer hervorragend geklappt!

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit und Kriminalität empfunden? Was würdest du anderen Praktikanten und Freiwilligen dazu raten?
Solange man selber ganz „normal“ herumläuft passiert auch nicht viel und dann hat man auch nicht das Gefühl, dass man Opfer irgendwelcher kriminellen Handlungen werden könnte. Ich war oft auch alleine unterwegs und hatte nie Probleme oder Ängste allerdings gibt es natürlich ein zwei Grundregeln die man IMMER beachten sollte! Z.B. dass man nicht nachts alleine durch die Straßen geht, nicht alleine im Zug fahren (in bestimmten Zügen überfallen Kleinkriminelle die Zug Gäste) und auch nicht falls man große Wertsachen hat, diese offensichtlich präsentieren (am besten gar nicht erst mitnehmen, wertvolle Uhr, Handy usw.)

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Es war super. Wie gesagt ein weiterer Mann wäre cool gewesen. Aber für 3 Monate allein nur mit Frauen war es schon ganz witzig und ich hab‘s ja überlebt.

Hast du in Südafrika eine Reise unternommen? Wenn ja, wie und wohin bist du gereist, und wie hat es dir gefallen? Was würdest du anderen zu diesem Thema empfehlen?
Garden Route Tour – Die Garden Route Tour war wirklich toll und ist definitiv weiter zu empfehlen.

Die Betreuung durch das live&learn Team: Wurdest Du gut vorbereitet (Arbeitsstelle, Visa, Lebenssituation) und betreut? Wie war die Kommunikation? Wie hat dir das Infopaket gefallen? Hattest du mit dem live&learn Team vor Ort Kontakt und war das Team ansprechbar in Problemfällen?
Ja alles war prima!

Die Betreuung durch live&learn Partnerin Patricia in The Strand: Was hat dir gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut? War Patricia ansprechbar in Problemfällen?
Patricia war überragend!!!

Anregungen und Empfehlungen für live&learn: Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Warum ich mich für live&learn entschieden habe, kann ich gar nicht mehr sagen – das war auch ein bisschen Zufall. Allerdings für mich ein sehr glücklicher ich bin rundum zufrieden.

Welche Anregungen und Empfehlungen hast du für das live&learn Programm? Wie können wir unseren Service verbessern?
Ich war mit allem sehr zufrieden, habe wirklich nichts was mir fehlte oder mich störte.

 

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