Surfe in ein besseres Leben

Surfe in ein besseres Leben

In vielen ländlichen Regionen Südafrikas gibt es zwar unheimlich schöne Landschaft, die wunderbare Naturerfahrungen ermöglicht. Kinder und Jugendliche, insbesondere aus benachteiligten Hintergründen, leiden hier allerdings unter großer Langeweile. Es gibt keine Sportvereine oder andere sinnvolle und finanzierbare Freizeitangebote. Die Gefahr, dass diese Kinder schon sehr früh auf die schiefe Bahn geraten, und sich mit Alkohol und Drogen die Langeweile vertreiben, ist daher in diesen Regionen besonders groß.

Ein engagierter Veranstalter von Surfreisen rief 2010 daher an Südafrikas berühmter Garden Route ein gemeinnütziges Surfprojekt ins Leben. Kinder unter 12 Jahren, die aus benachteiligten Hintergründen kommen, können mehrmals wöchentlich am Surf Programm teilnehmen. Hier lernen sie zunächst schwimmen und werden dann Schritt für Schritt an den herausfordernden Surfsport herangeführt.

Sie lernen aber nicht nur das Reiten von Wellen, sondern das Projekt nutzt den Sport, um den Kindern wertvolle Fähigkeiten für ihr späteres Leben zu vermitteln: Das Leben ist voller Herausforderungen und Limits, und so unerreichbar manche Ziele auch zu sein scheinen, mit Ausdauer und Hingabe kann man viele Dinge erreichen. Das ist die Philosophie, die den Kindern durch das Erlernen des Surfens transportiert wird. Sie sollen ermutigt werden, sich Ziele zu setzen und sie sollen erfahren, dass sie ihre Ziele mit Training und Durchhaltevermögen erreichen können – one wave at the time.

Das Projekt startete ganz klein, anfangs nahmen der Gründer Hermann und seine Frau Jenya 3 bis 4 Kinder mit ihrem Pick-Up mit an den Strand, organisierten Neoprenanzüge für sie und brachten ihnen das Schwimmen und Surfen bei. Immer mehr Kinder kamen und wollten auch dabei sein. Ende 2016 stellte dann die örtliche Gemeindeverwaltung Räumlichkeiten für eine Surfschule am Strand zur Verfügung und inzwischen kommen fast 100 Kinder wöchentlich in den Genuss des Programms.

Ein besonderes Highlight in 2017 war die Teilnahme an Südafrikas Grommet Games und der Medaillengewinn des 7-jährigen Owethu ‘Sam’ Tabata, der seit April 2016 Mitglied des Surfprojekts ist. Es war seine erste Teilnahme an den Grommet Games. Er gewann eine Bronze Medaille sowie die „Grommet Games Stars“ Auszeichnung, die an besonders inspirierende Surfer verliehen wird. Die Grommet Games sind Südafrikas populärster Wettkampf für Surf Anfänger. Sie werden jährlich seit 25 Jahren ausgerichtet werden, hier messen sich Teams aus 8 verschiedenen Provinzen Südafrikas. Auch hier ist der Grundgedanke, den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, sie zu fördern und ihrer Entwicklung positiv beizusteuern.

Du möchtest dieses engagierte Projekt unterstützen?

Hierfür gibt es vielfältige Möglichkeiten:

Neben deiner freiwilligen Mitarbeit, freut sich das Team auch über Spenden für die Programmfinanzierung. Erst in diesem Jahr hat die Organisation einen Surf Coach auf Vollzeit Basis einstellen können und konnte damit einen neuen Arbeitsplatz und Weiterbildungsmöglichkeit für einen ehemaligen Teilnehmer schaffen. Darüber hinaus sammelt das Projekt Spenden, um einen Anhänger für Surfbretter bauen zu können. Dieser würde dem Programm mehr Flexibilität ermöglichen, vor allem könnten mehr Surf Kinder an regionalen Surfmeisterschaften teilnehmen. Auch über Sachspenden in Form von Surfanzügen (Kindergrössen), Surfbrettern, Materialien für Bretter-Reparaturen und Unterrichtsmaterialen zu den Themen Meerestierschutz und Umweltbildung.

Wie du das Projekt durch eine freiwillige Mitarbeit unterstützen kannst erfährst du hier.

Bitte kontaktiere Antje, wenn du dieses Projekt unterstützen möchtest: antje@liveandlearm.de



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