Freiwilligendienst Soziale Arbeit

Freiwilligendienst Soziale Arbeit

Erfahrungsbericht von Felix, 26 Jahre, Student Soziale Arbeit – Praktikant von Januar bis März 2016

Wie hat dir dein Praktikum gefallen? Hat es deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat dir nicht so gut gefallen?
Mein Praktikum im Rahmen des „Freiwilligendienst Soziale Arbeit in einem Kinder- und Jugendhilfeprojekt2“ hat mir rundum gut gefallen! Die Highlights waren für mich das „Eigenverantwortliche Arbeiten“ in den Sportbereichen der Schule (Fußball AG) und die letzte Woche im Kinderdorf, welche für mich sehr eindrücklich war, da ich sehr nah am Kind arbeiten durfte und ich mit einem weiteren Praktikanten (und stets in Absprache mit der Koordinatorin im Projekt) wieder alles frei mit planen und umsetzen konnte. Schwierig waren teilweise die Kommunikation und die Struktur in der Schule selbst- ich denke man hätte die Praktikanten noch besser nutzen und integrieren können.

Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Meine Aufgaben wurden nach 1 Woche Einarbeitungs- und Orienierungszeit auf meine Interessen und Anforderungen meiner Hochschule abgestimmt.
Ich habe die folgenden Arbeitsbereiche des Projektes unterstützt:
– Begleitung in den Klassen (1-6)
– Sportprojekte
– Helfen bei der Essensausgabe
– Ferienprogramm im Waisenhaus,
– Betreuung von Schülern im Nachmittagsprogramm der Schule

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Wirklich beeindruckend gut! Das Projektteam hat mich super aufgenommen und mir immer das Gefühl gegeben, dort richtig zu sein. Auch das Klima in der Schule selbst war zumeist sehr gut – obwohl es in diesem stressigen Alltag auch mal Unruhe gibt, aber das ist letztlich normal.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst?
Südafrika ist eines der schönsten Länder, das ich bislang bereisen durfte. Aber natürlich gibt es auch einen bitteren Beigeschmack durch die krasse Trennung von schwarz und weiß, arm und reich sowie der Rassismus, der immer noch präsent zu sein scheint. Allein ein Blick über das Township Meer von „Khayelitsha“ im Kontrast zu weißen Villen in Somerset West zeigt wie groß die Unterschiede sind. Ich habe durchaus ein in Teilen armes Land erwartet, aber dass der Kontrast so groß ist, war mir nicht klar.

Was hat dir in Südafrika gefallen, was war schwierig?
Mir sind die Menschen einfach besonders positiv im Gedächtnis geblieben. Die Gastfreundlichkeit und deren positive Lebensweise (auch und vor allem bei den Schwarzen) sind schon großartig.

Auto und Transport: Was empfiehlst du anderen in Bezug auf ein Auto?
Zum Reisen ist ein Auto aus meiner Sicht Pflicht! Auch einfach zu mieten oder zu kaufen und teilweise auch sehr preiswert. Die Garden Route zum Beispiel mit eigenem Auto und ein paar Freunden mit dabei ist ein Traum. Aber das ist Geschmackssache, es gibt sicher viele, die eine Tour mit einem Reiseveranstalter bevorzugen. Wer ganz frei sein will, braucht aber unbedingt mit Auto.

Sicherheit: Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit und Kriminalität empfunden?
Man hat schon öfter mal das Gefühl, hier sollte ich jetzt nicht lang gehen; und mein Handy lass ich auch nicht im Cafe/Bar auf dem Tisch liegen – aber wer nicht naiv ist dem passiert auch nichts. Dennoch ist das Leben in Südafrika sicherer als viele behaupten. Mir persönlich wurde nur einmal auf meiner Reise das Handy aus dem Zimmer in Jeffreys Bay geklaut, weil ich die Tür zum Balkon aufgelassen habe. Mein Fehler, der demnach bestraft wurde. Aber mit dem Wissen, dass sowas nun mal passieren kann, kann man sich auch schützen.

Was würdest du anderen Praktikanten und Freiwilligen dazu raten?
Nicht alleine nachts durch beispielsweise die Seitenstraßen von Cape Town streifen, wichtige Karten nicht zum Feiern mitnehmen (nur bisschen Bargeld und eventuell Ausweis). Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte immer sicher gehen, dass der Parkplatz überwacht und sicher ist. Das ist aber der Fall bei fast allen Hostels in Kapstadt und Region.

Wohnsituation: Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe in Strand mitten in der False Bay in einem Apartment im 6. Stock gewohnt – mit Blick aufs Meer und die Berge der Cape Peninsula. Ich habe mir ein Zimmer geteilt mit einem weiteren Praktikanten. Eine gute Wohnung mit allem was man braucht. Manchmal war es ein bisschen eng, wenn das Apartment voll war (10-12 Leute). Die Lage entschuldigt aber alles, als Rückzugsort hat jeder den Strand vor der Nase, einen relativ guten Surfbeach mit Pipe, Einkaufsmöglichkeiten etc.

Hast du in Südafrika eine Reise unternommen? Wenn ja, wie und wohin bist du gereist, und wie hat es dir gefallen? Was würdest du anderen zu diesem Thema empfehlen?
Ich war 1 Woche auf der Garden Route, wo ich den Tsitsikama Nationalpark (mit der 1 Tageswanderung zum Wasserfall) hervorheben würde. Sonst war ich noch 1 Woche in der Region Kapstadt bis Stellenbosch unterwegs. Für Surfbegeisterte würde ich definitiv Jeffreys Bay, Muizenberg, und Blouberg empfehlen – alles tolle kleinere Orte mit einer guten Atmosphäre und vielen Surfspots. Sonst war ich am Kap der Guten Hoffnung, wo allein die Fahrt dorthin und zurück wirklich schön ist; und die Ecke um Hermanus Richtung Osten von der False Bay ist auch eine Reise wert (vor allem die Küstenstraße).

Die Betreuung durch das live&learn Team vor der Abreise und während deines Südafrikaaufenthaltes: Wurdest du gut vorbereitet und betreut? Wie war die Kommunikation? War das Team vor Ort ansprechbar in Problemfällen?
Ich habe mich durch und durch gut vorbereitet gefühlt. Die Art und Weise wie live & learn arbeitet ist sehr zu empfehlen, vor allem durch die Kontakte zur Einrichtung, der Unterkunft und Co. Zu Antje hatte ich viel Kontakt und war immer überrascht wie schnell die Antworten hergeflogen kamen. Wirklich cool!

Die Betreuung durch live&learn Partner Patricia van der Westhuizen in Strand: Was hat dir gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut? War Patricia ansprechbar in Problemfällen?
Die Betreuung durch Patricia war rundum gut, vor allem für junge Leute würde ich sie ganz klar weiter empfehlen. Sie hat immer ein offenes Ohr, Tipps und kümmert sich gut.

 

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