Sabbatical Theater und Eventmanagement

Sabbatical Theater und Eventmanagement

Erfahrungsbericht von Teresa, Berufstätige, Sabbatical in gemeinnützigem Theaterprojekt in Kapstadt von November 2016 bis März 2017

Sabbatical TheaterWarum hast du dich für die Teilnahme am „Sabbatical Theater“ in Südafrika erschienen? Welche Ziele hattest du dir für deinen Aufenthalt gesteckt, welche Erfahrungen und Erlebnisse hast du dir erhofft?
Seitdem ich in Südafrika im Urlaub war, hat mich das Land fasziniert. Die verschiedenen Menschen und Kulturen, die Lebensfreude und die Landschaft. Mir war schnell klar: wenn ich ins Ausland gehe um freiwillig zu arbeiten, dann nach Südafrika. Ich hatte mir erhofft viele Menschen kennen zu lernen, vor allem Locals. Ausserdem mehr über Land und Kultur zu erfahren. Theater ist für mich bisher ein Hobby gewesen – auch das wollte ich vertiefen.

Wie sah ein typischer Arbeitstag im Projekt aus? Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Ein „typischer Arbeitstag“ begann für mich um 9 Uhr morgens und endete nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr. Ich kümmerte mich um administrative Angelegenheiten wie Verträge für Produktionen, Bankangelegenheiten, Rechnungen, Vermietung der Räumlichkeiten, Pflege der Homepage, Telefon, usw.. Zudem gab es auch besondere Ereignisse wie zum Beispiel das Family Festival im Township Vrygrond. Dieses galt es im Vorfeld zu organisieren um dann auch vor Ort bei der Veranstaltung zu koordinieren, mitzuarbeiten und zu sozialisieren.

Wie hat dir das „Sabbatical Theater“ gefallen? Hast du deine Ziele erreichen können?
Ich hatte viel Spaß in meinem Projekt. Caroline, die Theaterdirektorin, Jessica, meine Kollegin und Lena, meine Vorgängerin haben mich sehr herzlich aufgenommen und mich in jeglicher Hinsicht unterstützt. Auch habe ich schnell viele neue Kontakte knüpfen können. Die Menschen im Theaterprojekt – sei es die Mitarbeiter, Schauspieler, Direktoren oder Freunde der Institution – sind alle sehr freundlich und offen … es war schön ein Teil der Community zu sein.
Auch konnte ich in diesem Projekt viele verschiedene Theaterproduktionen sehen und in einigen auch mithelfen.

Was waren die Highlights? Was war schwierig?
Ein Highlight war das Family Festival im Township Vrygrond. Es war zwar ziemlich chaotisch (von der Organisation bis zur Umsetzung), das Ergebnis war aber trotz alledem gut. Es hat Spaß gemacht, mit den lokalen Organisationen der Community zusammen zu arbeiten. Ich habe Menschen kennengelernt, die sich sehr viel Mühe geben, um den Kindern vor Ort das Leben schöner zu gestalten. Und natürlich war es toll zu sehen, wie sich die Kinder über das Festival freuten. Sie kamen  am Wochenende zu den verschiedenen Theateraufführungen und waren begeistert.
Es war nichts wirklich schwierig …. aber das Rad dreht sich langsamer in Südafrika und es dreht sich langsamer in NGOs. Das ist erstmal eine Umstellung 😉

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Toll! Ich wurde herzlich aufgenommen und meine Kolleginnen und Kollegen wurden auch zu Freunden. Es war super praktisch, dass meine Vorgängerin und ich einen Monat gemeinsam im Projekt waren. Somit konnte sie mich in alle Aufgaben einführen und es war mir möglich selbstständig zu arbeiten, als ihre Zeit rum war.

Jetzt, am Ende deiner Mitarbeit, würdest du sagen, dass du ein besseres Verständnis vom Leben und Arbeiten sowie Kulturmanagement in Südafrika hast?
Zu schätzen gelernt habe ich vieles: Die entspanntere Art zu arbeiten, die offene Einstellung vieler Menschen, die Wertschätzung von Kreativität, der Umgang mit geringen finanziellen Mitteln.
Auch wurde mir sehr viel Dankbarkeit gezeigt für mein Engagement. Das ist schön!
Zu denken gaben mir die immer noch sehr starken Auswirkungen der Apartheid. Es ist sehr wichtig mit dieser Thematik vor- und umsichtig umzugehen. Wenn man nach Südafrika reist, sollte man sich auf jeden Fall damit auseinandersetzen und informieren.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst?
Südafrika und seine Menschen empfangen einen mit offenen Armen. Wenn man vorurteilsfrei, offen für eine andere Kultur und bereit ist, manchmal etwas mehr zu improvisieren als alles nach Plan ablaufen zu lassen, kann man die schönste Zeit dort verbringen.

Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Gefallen hat mir natürlich die Natur um Kapstadt herum. Die vielzähligen Freizeitmöglichkeiten wie Hiken, zum Strand gehen, Surfen, Museen, Musik, Theater etc.. Die Stadt bietet einfach alles.
Eher schwierig ist es, sich auf den geringeren Sicherheitsstandard einzulassen. Wer gewohnt ist in Deutschland nachts alleine nach Hause gehen zu können, fühlt sich in Südafrika vielleicht erstmal ein wenig eingeschränkt. Aber auch das ist Gewöhnungssache und hat mich nach kurzer Zeit schon nicht mehr gestört … dann nimmt man eben ein Uber (Taxi).

Wie hast du in Südafrika den täglichen Transport zur Arbeit bewerkstelligt? Hattest du während deiner Zeit in Südafrika ein Auto gemietet? Was empfiehlst du anderen in Bezug auf ein Auto?
Ich habe direkt auf der anderen Straßenseite des Theaterprojektes gewohnt … konnte also in weniger als einer Minute zur Arbeit laufen ;).
Trotzdem hatte ich für 3 von 5 Monaten ein Auto. Ich wollte so flexibel wie möglich sein. In der Stadt kann man sich mit Bussen, Minibus Taxis und Uber fortbewegen … wenn man aber andere Ausflüge machen möchte, ist ein Auto vorteilhaft.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit und Kriminalität empfunden? Was würdest du anderen Praktikanten und Freiwilligen dazu raten?
Wie schon oben beschrieben, ist es etwas gewöhnungsbedürftig. Die Häuser sind alle eingezäunt, man sollte nachts nicht alleine raus, im Café das Handy auf dem Tisch liegen lassen ist keine gute Idee, etc..
Ich persönlich kann mich aber auch nicht beklagen. Mir ist nie etwas passiert … . Wenn man etwas achtsam ist, sollte eigentlich alles gut gehen :). Auf keinen Fall Panik haben und sich nicht nach draussen trauen … wäre schade um die tollen Erlebnisse.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe in einer Wohngemeinschaft in Observatory gewohnt, direkt gegenüber von meiner Arbeitsstelle.
Observatory ist ein gemütlicher, alternativ angehauchter Vorort mit vielen Studenten und jungen Menschen verschiedenster Herkunft. Wenn man keine Lust hat, in die Stadt zu fahren, kann man es dort auch ganz wunderbar aushalten. Es gibt viele Cafés, Bars, Vintage Läden und auch Clubs.
Das Haus selbst war toll. Ich habe im Garten Cottage gewohnt – somit hatte ich etwas mehr privaten Raum für mich. Abends zum Kochen oder um die Mitbewohner zu sehen war ich meist im Haupthaus, das mit seiner großen Küche und dem großen Wohnzimmer sehr gemütlich war. Die Mitbewohner wechselten häufig. Es waren aber immer sehr nette Jungs und Mädels, mit denen ich auch viel unternommen habe oder wir abends zusammen Freunde zum Braai eingeladen haben.

Hast du in Südafrika eine Reise unternommen? Wenn ja, wie und wohin bist du gereist, und wie hat es dir gefallen? Was würdest du anderen zu diesem Thema empfehlen?
Ich bin in den Sommerferien im Januar die Garden Route rauf bis zum Addo Elephant Park gefahren.
Wir hatten drei Stopps – einen in Outshoorn, einen in Plettenberg Bay und dann natürlich im Addo.
Die Landschaften auf der Tour waren wunderschön. Wir sind viel gewandert, waren am Strand und haben Höhlen angeschaut und Ziplining gemacht.
Empfehlung als Unterkunft im Addo: Spekboom Tented Camp. Wer es gerne einfach mag und kein Problem mit Zelten hat – super schön und ganz nah an den Tieren!
Und dann war ich am Ende meiner Zeit noch für 2 Wochen im Norden Südafrikas und in Mozambique. Die Reise war organisiert von Nomad Tours. Es ging von Johannesburg zum Krüger Nationalpark über Swaziland nach Mozambique und wieder zurück. Es war ganz toll, noch einen anderen Teil Afrikas zu sehen. Mozambique ist im Vergleich zu Südafrika ganz anders. Das Klima viel tropischer, das Land ärmer, die Sprache Portugiesisch, viel weniger europäisch. Für mich eine ganz tolle Erfahrung!

Die Betreuung durch das live&learn vor der Abreise: Wurdest Du gut vorbereitet (Arbeitsstelle, Visa, Lebenssituation)? Wie war die Kommunikation? Welche weiteren Informationen wären hilfreich gewesen? Wie hat dir das Infopaket gefallen?
Tip Top! Es hat an nichts gefehlt. Antje war von der ersten E-Mail bis zum Tag der Abreise immer erreichbar. Die Beratung hinsichtlich der Arbeitsstelle war sehr ausführlich und die Hilfe zur Beantragung des Visums einwandfrei!
Das Infopaket war gut und liebevoll zusammengetragen. Um ehrlich zu sein habe ich vor Ort aber kaum noch darin gelesen, sondern einfach gelebt.

Die Betreuung durch das live&learn Team in Kapstadt: Was hat Dir gefallen? Wurdest Du gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Angefangen mit der wunderbar informativen und individuellen City Tour mit Alex an Tag 2, über nette Ratsch-Nachmittage auf dem Muizenberg Markt bis hin zur Hilfe meiner Reisebuchung am Ende meines Aufenthalts war die Betreuung super.
Das Team war immer ansprechbar und stand hilfsbereit zur Seite. Probleme hatte ich allerdings keine – somit habe ich davon keinen Gebrauch gemacht 😉

Warum hast du dich für ein Sabbatical mit live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Ich fand den Auftritt sehr symphatisch und die Projekte interessant. Nach meiner ersten unverbindlichen Anfrage bekam ich eine sehr ausführliche und auf meine Fragen eingehende E-Mail von Antje. Sie hat mich super beraten! Toll fand ich, dass live&learn auch Informationen über mich haben wollte. Es geht darum einen passenden Kandidaten für ein bestimmtes Projekt zu finden … es ist keine Massenabfertigung (wie es bei anderen größeren Vermittlungs-Agenturen zu sein scheint).

 

Planst du ein Sabbatical und suchst noch nach einer sinnvollen Tätigkeit?

Viele Anregungen für ein Sabbatical in Afrika findest du unter dem Link SABBATICAL SÜDAFRIKA.

Gerne beraten wir dich zu den verschiedenen Möglichkeiten für ein Sabbatical in Südafrika.

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