Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit Kulturmanagement

Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit Kulturmanagement

Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit Kulturmanagement: Lena, Absolventin – Freiwillige von August bis Dezember 2017

Erfahrungsbericht Freiwilligenarbeit Kulturmanagement Warum hast du dich für die Teilnahme am Programm „Freiwilligenarbeit Kulturmanagement in Südafrika“ entschieden? Welche Ziele hattest du dir für deinen Aufenthalt gesteckt, welche Erfahrungen und Erlebnisse hast du dir erhofft?
Als ich 2013 das erste Mal nach Südafrika gereist bin, habe ich mich direkt in dieses wunderbare und vielfältige Land verliebt. Ich war direkt fasziniert und von den Menschen, den Mentalitäten und unterschiedlichen Kulturen beeindruckt. Zwei Jahre später war ich dann noch einmal für zwei Wochen in Kapstadt und habe die Stadt von einer ganz neuen Seite kennengelernt. Mein Wunsch, einmal für längere Zeit dort zu leben, wurde immer größer. Für mich war direkt klar, dass ich dort aber auch gerne etwas Gutes tun und als Freiwillige arbeiten möchte. Im Vorfeld habe ich mir von meiner Zeit erhofft bzw. gewünscht, Kapstadt nochmals neu kennenzulernen – also auch Locals, Menschen aus Townships, etc.. Und natürlich auch Sachen erlebe, die man als normaler Tourist nicht erlebt.

Wie sah ein typischer Arbeitstag im Projekt aus? Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Ich war in einem gemeinnützigen Theaterprojekt in Observatory, einem Stadtteil von Kapstadt, und wurde dort im administrativen Bereich eingesetzt. Das Theater ist in einer alten Kirchenhalle und dient vorwiegend aufstrebenden Schauspielern und Direktoren, sich dort zu entwickeln, zu proben und ihre Stücke aufzuführen. Mein Arbeitstag hat jeden Tag um 9 Uhr begonnen und war gegen 16-17 Uhr zu Ende. Ich war für alle anfallenden Aufgaben, die in einem Büro anfallen, zuständig. Das waren z.B. :
* Erstellung von Rechnungen
* Zahlen von Rechnungen und Löhnen
* Koordination von Theaterstücken
* Organisation eines Family Festivals
* Vermietung der Räume
* Front of House Service
* Pflege der Internetseite, Social Media, …
Zusätzlich wurde in der Kirche bzw. dem Theater nachmittags ein After School Programme für benachteiligte Kinder angeboten, hier habe ich jeden Donnerstag bei der Baking Class geholfen und so auch den Kontakt zu Kindern bekommen.

Wie hat dir dein Freiwilligendienst gefallen? Hast du deine Ziele erreichen können?
Mein Freiwilligendienst hat mir sehr gut gefallen. Der Anfang war ehrlicherweise ein bisschen holprig und schwierig, aber nachdem ich richtig eingearbeitet war, verlief alles super! Ich habe sehr viele unterschiedliche Menschen kennengelernt. Besonders spannend war das Projekt „Ubuze Bam“, bei dem mit vier Ex-Häftlingen ein Theaterstück entwickelt wurde. Mit den vier Jungs, die alle aus unterschiedlichen Townships rundum Kapstadt kommen, war ich eigentlich die ganze Zeit meines Projektes in engem Kontakt und habe sie sehr gut kennengelernt.

Was waren die Highlights? Was war schwierig?
Mein Highlight war definitiv die Zusammenarbeit mit den Ex-Häftlingen und die wöchentliche Baking Class, da mir die Kinder sehr schnell ans Herz gewachsen sind und es einfach Spaß gemacht hat, mit ihnen zu backen!

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima war immer sehr gut. Leider war meine Chefin immer sehr beschäftigt und konnte häufig nur morgens im Büro sein. Daher war besonders am Anfang sehr schwierig, eine ordentliche Einarbeitung zu bekommen und direkt selbstständig arbeiten zu können. Darüber habe ich aber auch mit meiner Chefin gesprochen und wir haben versucht, dass ich so schnell wie möglich alle relevanten Themen kannte und somit auch alleine und eigenständig bearbeiten konnte. Deswegen ist es besonders wichtig, dass man für dieses Projekt Kenntnisse im Administrativen Bereich besitzt und weiß, wie man beispielsweise mit Excel umgeht, wie Rechnungen erstellt werden etc.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst?
Schaut mal hier, mein Blogpost über Südafrika, das sagt eigentlich alles!
https://meinlebenalsunentschlossene.blogspot.de/2017/02/south-africa-my-love.html

Wie hast du in Südafrika den täglichen Transport zur Arbeit bewerkstelligt? Hattest du während deiner Zeit in Südafrika ein Auto gemietet? Was empfiehlst du anderen in Bezug auf ein Auto?
Da ich direkt gegenüber von meinem Projekt gearbeitet habe, brauchte ich für die Arbeit kein Auto. Allerdings ist es schon viel angenehmer, wenn man ein eigenes Auto für die Freizeit hat. Kapstadt bietet so viele Möglichkeiten und es ist einfach praktisch, wenn man dort mit einem Auto hinfahren kann. Sei es nur zum Strand etc.. Gerade abends ist es auch sehr hilfreich, ein eigenes Auto zu haben, da man hier nicht mehr alleine rumlaufen sollte. Ich habe mir nur die letzten 1,5 Monate ein Auto gemietet und muss sagen, dass diese Zeit einfach toll war, da ich unabhängiger war und viel spontaner sein konnte.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit und Kriminalität empfunden? Was würdest du anderen Praktikanten und Freiwilligen dazu raten?
Ich habe mich eigentlich immer sicher und wohl in Kapstadt gefühlt. Dabei muss man aber auch sagen, dass ich immer sehr vorsichtig gewesen bin und nie alleine im Dunkeln unterwegs war. Wenn man ein paar Regeln beachtet, dann dürfte eigentlich nichts passieren.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe in der 4Rooms Lodge in Observatory gewohnt und hatte dort ein Einzelzimmer. Die Lodge war für mich perfekt, da diese direkt gegenüber von meiner Arbeit war und ich dort viele nette Leute kennengelernt habe. Es war immer jemand zuhause und wir haben viel zusammen gemacht.

Hast du in Südafrika eine Reise unternommen? Wenn ja, wie und wohin bist du gereist, und wie hat es dir gefallen? Was würdest du anderen zu diesem Thema empfehlen?
Ich habe zweimal die Garden Route gemacht – ein absolutes MUSS für jeden Teilnehmer.
Die Cederberge sind auch auf jeden Fall zu empfehlen. Und für Freiwillige, die länger da sind und Zeit zum Reisen haben, kann ich absolut die Nomad-Tour von Cape Town bis zu den Vic Falls empfehlen. Es war einfach wahnsinn, Afrika noch einmal von einer ganz anderen Seite zu erleben und auf einer Rundreise 4 verschiedene Länder zu bereisen.

Die Betreuung durch das live&learn vor der Abreise: Wurdest Du gut vorbereitet (Arbeitsstelle, Visa, Lebenssituation)? Wie war die Kommunikation? Welche weiteren Informationen wären hilfreich gewesen? Wie hat dir das Infopaket gefallen?
Die Vorbereitung im Vorfeld war einfach nur spitze! Antje stand mir bei allen Themen immer zur Seite und hat mich unterstützt, wenn ich Fragen hatte. Besonders klasse war die Hilfe bei der Beantragung des Visums. Ich musste nach Berlin und hatte ein paar Probleme in der Botschaft, als ich meinen Antrag abgeben wollte. Antje war zu der Zeit für mich telefonisch erreichbar und hat mich perfekt unterstützt. Ohne sie hätte ich mein Visum niemals bekommen!

Die Betreuung durch das live&learn Team in Kapstadt: Was hat Dir gefallen? Wurdest Du gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Die Einführungstour von Alex an meinem zweiten Tag war klasse – so habe ich direkt einen guten Überblick über Kapstadt bekommen und habe viele Infos über die verschiedenen Kulturen und Menschen bekommen. Alex und Antje waren immer für mich erreichbar, ob per Mail, WhatsApp oder persönlich auf dem BlueBird Market in Muizenberg.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Nach diversen Recherchen im Internet hat mir live&learn auf Anhieb zugesagt und ich habe einfach mal eine E-Mail geschrieben. Und ich muss sagen: direkt nach der ersten Nachricht habe ich mich wohl gefühlt. Ich hatte das Gefühl, dass sich nur um mich gekümmert wird, alle meine Fragen wurden direkt beantwortet und viele Zweifel aus dem Weg geräumt. Meine Erwartungen wurden absolut erfüllt – ich kann jedem nur von ganzem Herzen die Organisation live&learn empfehlen!!!

Welche Anregungen und Empfehlungen hast du für das live&learn Programm? Wie können wir unseren Service verbessern?
Bleibt so, wie ihr seid! Es war wirklich alles perfekt!



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