Freiwilligendienst Sport im Ausland

Freiwilligendienst Sport im Ausland

Erfahrungsbericht von Miriam, Abiturientin – Freiwilligendienst Sport in einer gemeinnützigen Sportstiftung in Südafrika von September bis Dezember 2015

erfahrungsbericht MiriamNach dem Abitur war Miriam auf der Suche nach einem Freiwilligendienst Sport im Ausland und entschied sich für die Mitarbeit in einer gemeinnützigen Sportstiftung in der Nähe von Kapstadt, Südafrika. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen:

Meine Tätigkeiten während meines Freiwilligendienstes Sport
Die Stiftung wurde 2008 gegründet und ist eine kleine Organisation in Gaansbai, einem kleinen Hafenort ca. 2 ½ Stunden von Kapstadt entfernt. Die Stiftung hat das Ziel, Kinder und Jugendliche, die in den örtlichen Townships leben, mit sportlichen Angeboten von Kriminalität, Alkohol und Drogen fernzuhalten. Außerdem wird die Gesundheit, das soziale Zusammenleben und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen durch die Projekte der Stiftung gefördert. Die Stiftung bietet die Sportarten Fußball, Hockey, Leichtathletik und Netball (eine in Südafrika vor allem bei Mädchen beliebte Abwandlung des Basketballs) an, welche hauptsächlich von lokalen Coaches trainiert werden. Unsere Aufgabe als Voluntäre war es, den Coaches beim Training zu helfen, sie zu vertreten und auch selbst des öfteren das Training zu leiten.

Ich habe zusammen mit einer anderen deutschen Voluntärin die U11-Mannschaft der Fußballjungs trainiert, da der lokale Coach über einen längeren Zeitraum krank war. Das war für uns Glück im Unglück, da wir so unser eigenes Training gestalten konnten und noch enger in Kontakt mit den Jungs kamen. Wir hatten jeden Nachmittag von Montag bis Donnerstag 1 ½ Stunden Training mit ca. 16 – 25 Jungs. Das war natürlich einige Male sehr anstrengend, da die Kommunikation nicht immer so gekklappt hat wie wir uns das vorgestellt haben, hat aber trotzdem immer total viel Spaß gebracht, vor allem weil die Jungs sehr beeindurckt von unseren fußballerischen Fähigkeiten waren.

Außer den U11-Jungs gibt es natürlich noch weitere Fußballteams, und zwar die Mädels, die ich auch einige Male trainiert habe, und dann noch die U13, U15, U17 und U19, die auch einige Male gegen andere Teams in der Umgebung gespielt haben.

Das Fußballtraining war jedoch nicht die einzige Aufgabe, die wir als Voluntäre hatten. Zwei mal in meinen drei Monaten gab es ein einwöchiges Ferien-Programm, bei welchem ca. 250 Kinder aus den Townships auf das große Sportfeld kamen und wir viele Spiele gespielt, Wettkämpfe und andere Teambildende Dinge gemacht haben. Das war für alle Kinder und auch für uns Voluntäre immer ein großer Spaß.

Einmal in der Woche gab es Projekte, wie „Integration“ und „Food for Sport“, bei denen wir mit den Kindern spielerisch etwas über gesundes Essen in Verbindung mit Sport gelernt haben. Bei dem Projekt „Integration“ ging es darum, die Kinder der beiden Townships zusammen spielen zu lassen und um den gegenseitigen Respekt und die Integration der verschiedenen Kulturen zu verbessern.

Auch eine der wichtigen Aufgaben von uns war es, die Stiftung auf verschiedenen Festivals zu unterstützen. Wir haben zum Beispiel Spenden gesammelt und bei einem großen Trailrun-Festival geholfen.

Es war wirklich toll, wie die Stiftung uns in ihre Arbeit mit einbezogen hat. Die Arbeit mit den Kindern hat total viel Spaß gemacht und auch das gesamte Team war richtig klasse.

Freizeit

Um nun zu meiner freien Zeit in Südafrika zu kommen, werde ich etwas über meine Unterkunft berichten. Ich habe die drei Monate in einem sehr großen Haus mit zwischenzeitlich 11 anderen Voluntären gewohnt. Davor und danach waren es immer etwas weniger. Wir waren hauptsächlich Deutsche und eine Amerikanerin, was ich erst etwas bedauerte, da es nicht sehr international war, jedoch sprachen wir eigentlich immer Englisch und haben gemerkt, dass Deutsche eben nicht alle gleich sind. So konnten wir doch viel voneinander lernen.
Die Stimmung im Haus war immer super, jeder konnte sich zurückziehen, wann er wollte, man konnte aber auch immer in Gesellschaft sein, was eine sehr gute Mischung war.

Da wir vormittags meistens frei hatten, waren wir oft zusammen am Strand, in der kleinen Stadt oder haben Sport gemacht.

An den Wochenenden kam auch das Feiern nicht zu kurz, sowie gemeinsame Ausflüge nach Kapstadt und Umgebung.

Da wir uns insgesamt zwei Wochen frei nehmen durften, nutzte ich diese Gelegenheit und buchte zusammen mit einer anderen Voluntärin eine einwöchige Safari-Tour von Kapstadt nach Port Elizabeth. Wir waren in einigen National-Parks, an der höchsten Bungyjump-Brücke der Welt und im Addo Elephant Parc. Wir hatten eine richtig tolle Woche mit einer internationalen Gruppe und ich bin super froh, diese Tour gemacht zu haben, da ich so noch mehr von Südafrika sehen konnte.

Die Zeit in Südafrika war wirklich eine total schöne, aufregende und erlebnisreiche Zeit. Ich habe so viele nette Leute und neue gute Freunde kennengelernt und ich bin so dankbar, dass ich die Chance hatte, ein Teil davon zu sein, den Kindern ein etwas besseres Leben zu ermöglichen. Die Sportstifung macht wirklich tolle Arbeit.

Die Entscheidung für drei Monate nach Südafrika zu gehen war eine meiner besten überhaupt und ich würde sie immer wieder treffen.

Interessierst du dich auch für einen Freiwilligendienst Sport im Ausland?

Weitere Informationen zur Mitarbeit in dieser Sportstiftung findest du HIER.

Weitere Einsatzmöglichkeiten im Bereich Sport findest du unter dem Link FREIWILLIGENARBEIT SPORT UND KULTUR.

Auch viele unserer Bildungsprojekte freuen sich sehr über die Mitarbeit Sport. Einsatzmöglichkeiten in diesen Projekten findest du unter dem Link FREIWILLIGENARBEIT SOZIALES UND BILDUNG.

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