Praktikum Südafrika Schule

Praktikum Südafrika Schule

Praktikum Südafrika Schule : Erfahrungsbericht von Jens, Lehramtsstudent – Praktikant von März bis Juni 2013

Praktikum Südafrika SchuleWie hat Dir die Mitarbeit im Programm “ Praktikum Südafrika Schule “ gefallen? Hat es Deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat Dir nicht so gut gefallen?
Das gesamte Praktikum mit all seinen Details hat mir ausgesprochen gut gefallen. Meine Erwartungen wurden definitiv übertroffen. Die Betreuung des Essay-Projektes war vorab nicht geplant oder besprochen worden. Da dies jedoch außerordentlich in meine Ansprüche passte, nahm ich diese Aufgabe mit Freude entgegen. Ohne diese zusätzliche Aufgabe hätte ich vielleicht zu wenig zu tun gehabt. Durch meine beiden Hauptaufgaben habe ich sehr gute und wichtige Erfahrungen in der Leitung von Sportunterricht und English-Writing machen können und ich habe definitiv das Gefühl, dass ich mich in beiden Bereichen entschieden verbessern konnte – sowohl in der Durchführung von Sportunterrichten als auch im Bereich der englischen gesprochenen und geschriebenen Sprache. Highlights sind hier schwer auszumachen, da ich beide Aufgaben mit sehr viel Freude erledigt habe. Außerdem bestand jeder einzelne Tag aus vielen kleinen Highlights (die zumeist mit der Mentalität und Vitalität der Schüler zu begründen sind). Da ich beide Projekte gleichzeitig betreute, hatte ich stets einen abwechslungsreichen Tag, was ich als sehr angenehm empfand.

Mit welchen Aufgaben wurdest Du betraut?
Ich habe die folgenden Aufgaben übernommen:
•    Betreuung eines Essay-Writing Projekts für Schüler der 8. Bis 11. Klasse (Berichtigung & Feedback geben)
•    Planung und Leitung von Sportunterrichten 8. Bis 12. Klasse
•    Betreuung/Beaufsichtigung von Klassen (8. Bis 12. Klasse) im Falle von Lehrerausfällen
•    Betreuung von AGs (z.B. Leichtathletik-AG)

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Sowohl die Lehrerschaft als auch alle anderen Bediensteten der Einrichtung waren stets sehr hilfsbereit und offen. Aufgrund des Sachverhaltes das jeder Einzelne an der Schule ständig sehr beschäftigt ist, bin ich äußerst beeindruckt, dass man sich immer wenn nötig Zeit genommen hat für mich. Des Weiteren ist hervorzuheben, dass man nie das Gefühl hatte ‚ausgenutzt‘ zu werden oder gar unter Druck gesetzt worden zu sein. Trotz alledem hatte man mich mit verantwortungsvollen Aufgaben und Befugnissen befähigt. Sehr zu schätzen weiß ich auch, dass sich selbst der Direktor der Schule fast jeden Tag Zeit für mich genommen hat, um Probleme oder Anregungen zu besprechen. Aber auch außerhalb meiner Aufgaben wurde ich in die Geschehnisse der Schule eingeweiht und man hatte stets ein offenes Ohr für meine Fragen.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die Du aus Deiner Zeit in SA mitnimmst?
Die Eindrücke die dieses Land (speziell Kapstadt) bietet sind scheinbar grenzenlos. Das Angebot an Praktika ermöglichen es jedem, wertvolle Erfahrungen in allen Bereichen zu machen. Die Kontraste und die Mentalität der Menschen, die dieses Land ausmacht, haben mich am stärksten beeindruckt. Die Mannigfaltigkeit der vielen Völker die hier zusammenleben macht den Besuch dieses Landes schon zu einem Erfolg. Trotz der schwierigen Geschichte, die das Land durchgemacht hat, und der daraus resultierenden Folgen mit der das Land auch noch viele Jahre zu kämpfen haben wird, ist die Mentalität der Südafrikaner beeindruckend positiv. Das Facettenreichtum der Möglichkeiten, die einem das Land bietet, sind unendlich. Alle denkbaren Aktivitäten sind hier möglich.

Was hat Dir gefallen, was war schwierig?
Das öffentliche Verkehrsnetz lässt leider zu wünschen übrig. Auch die Beschilderung im Straßenverkehr ist eher unzureichend und manchmal zum Ärgern. Beides gehört jedoch auch zum Charme der Stadt.

Was empfiehlst Du anderen in Bezug auf ein Auto?
Bei Aufenthalten bis zu einem halben Jahr fährt man definitiv besser mit einem Mietwagen anstatt sich ein eigenes zu kaufen. Die organisatorischen Erledigungen für einen Mietwagen halten sich in Grenzen – im Gegensatz zu dem Aufwand, der mit dem Kauf eines Autos verbunden ist. Autos in Südafrika sind teuer, man muss zunächst viel investieren, man hat keinen Service, man kann einen Fehlkauf machen, man muss Versicherungs- und Anmeldevorgänge durchführen, bei Reparaturen muss man in die eigene Tasche greifen. Ein Budgetcar als Mietwagen ist somit völlig ausreichend und stressfrei, allerdings auch nicht günstig. Ohne eigenen fahrbaren Untersatz in Kapstadt lindert man jedoch die Qualität seines Aufenthaltes, da öffentliche Verkehrsnetze unzureichend ausgebaut sind.

Wie hast Du das Thema Kriminalität und persönliche Sicherheit empfunden?
Ich habe mich während meines Aufenthaltes an alle Regeln/Ratschläge gehalten, die mir empfohlen wurden (streetwise verhalten). Ich war zum Glück in keiner gefährlichen Situation. Etwas unsicher habe ich mich nur gefühlt, wenn ich mich selbst in solche Situationen begeben habe (unbekannte Orte besucht). Gängige Aufenthaltsorte sind stets durch ausreichend Security gesichert.  Mit
Autoeinbrüchen kann man definitiv rechnen, wobei auch hier gilt: Hält man sich an die Regeln, ist das Risiko gering und der Schaden nichtig.

Was würdest Du anderen Praktikanten und Freiwilligen dazu raten?
Man sollte sich stets darin erinnern sich streetwise zu verhalten.
Als Tourist (und als solcher wird man auch nach Monaten noch enttarnt) wird man eventuell schnell zur Beute von Kleinkriminellen. Durch selbstsicheres und selbstbewusstes Auftreten kann man dem entscheidend entgegenwirken.

Wie hast Du gewohnt und wie hat es Dir gefallen?
Nach einer Woche in einem Backpacker habe ich ein Haus bezogen. Dies war eine 4er WG belegt mit 2 männlichen südafrikanischen, einem deutschen Mitbewohner und mir. Diese Wohnsituation passte für meinen persönlichen Aufenthalt perfekt, was jedoch sicherlich damit zusammen hängt, dass die Chemie von Anfang an stimmte.
Eine Unterkunftssuche von Deutschland aus ist, finde ich, nicht zu empfehlen. Es ist verbunden mit einem hohen zeitlichen und organisatorischen Aufwand und erschwert durch die zumeist schlechten Annoncen. Und am Ende kann es so sicherlich vorkommen, dass man ‚die Katze im Sack kauft‘ und enttäuscht ist. Da die Unterkunft wohl den größten Teil für einen erfolgreichen Aufenthalt ausmacht, würde ich jedem empfehlen so vorzugehen wie ich es gemacht habe. Man lernt viele Leute und viele wichtige Tipps im Backpackers kennen und hat Zeit sich zu orientieren. Außerdem kann man sich so persönlich um eine Wohnung o.a. kümmern.

Was waren Deine Lieblingsplätze, die Du auch anderen Praktikanten und Freiwilligen empfehlen würdest?
Da gibt es ein zu großes Angebot, um sich da festzulegen. In Observatory und in Downtown ist definitiv für jeden etwas dabei.
Restaurants: Mexican Kitchen, Rafiki´s, Ganesh, Mimi´s
Bars: Neighbourhood
Clubs: Waiting Room, Fiction
Sportaktivitäten, wie z.B. Fitnessstudios: Yoga Zone, All Sports (gebrauchtes günstiges Sportequipment), CityRock, CapeTownCycleHire, Seapoint Swimming Pool, Surfen in Muizenberg, Mini-Golf in Mouille Point, Joggen (Signal Hill, Deer Park, Rhodes Memorial, Newlands Forest), Paint Ball ‘Area 51’ in Kommetjie
Schöne Orte in Südafrika sowie Übernachtungsmöglichkeiten: Reisen außerhalb von Kapstadt werde ich erst im Anschluss meines Praktikums; die gängigen Guides und Reiseführer sind hier sicherlich ausreichend, um sich Orientierung zu verschaffen. Für Kapstadt unverzichtbar: CapeTown – Official Visitors Guide (unendliches und wertvolles Angebot an Tipps und Sehenswürdigkeiten)

Wurdest Du gut durch live&learn vorbereitet und betreut? Wie war die Kommunikation? Welche weiteren Informationen wären hilfreich gewesen? Wie hat Dir das Infopaket gefallen?
Aufgrund der kurzen Zeit, die uns blieb, um meinen Aufenthalt zu organisieren, bin ich äußerst dankbar für die gebotene Unterstützung. Ich bin mit allen Maßnahmen vollkommen zufrieden, und ich hatte nie das Gefühl nicht ausreichend informiert worden zu sein. Die Kommunikation war super. Dringende Angelegenheiten können und wurden schnell telefonisch geregelt. Sehr gut fand ich auch die Begrüßung am Flughafen und die Betreuung in den ersten Tagen. Hier wird man sehr gut eingestimmt, um sich zügig gut allein zu Recht zu finden. Das Infopaket ist sehr hilfreich und bot sehr oft eine Möglichkeit, um nochmal Informationen nachzuschlagen.
Wie schon beschrieben (Unterkunftssuche) könnte Live&Learn und der Praktikant sich viel ersparen, indem empfohlen wird erst ein Backpacker zu beziehen. Dies ist jedoch sicherlich vom Alter des Praktikanten abhängig.

Wie hat dir die Betreuung durch das live&learn Team in Kapstadt gefallen? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Siehe ‚Betreuung vor der Abreise‘. Bereits die Betreuung vor der Abreise wurde durch das Team in Kapstadt durchgeführt.
Zusatz: Problemfälle werden zu vollster Zufriedenheit gehandhabt.

Warum hast Du Dich für live&learn entschieden? Haben wir Deine Erwartungen erfüllt oder hast Du Deine Entscheidung bereut?
Nach kurzer Internetsuche bin ich auf den Internetauftritt von live&learn gestoßen. Die Seite ist sehr ansprechend gestaltet und die Angebote waren schnell attraktiv für mich.
Die Erwartungen wurden vollkommen erfüllt.

Interessierst du dich für die Mitarbeit im Projekt Praktikum Südafrika Schule? Unter dem Link Auslandspraktikum Lehramt und Pädagogik findest du weitere Informationen.

Weitere Möglichkeiten für Freiwilligenarbeit im pädagogischen Bereich findest du unter dem Link Freiwilligenarbeit Soziales und Bildung.

Gerne beraten wir dich zu weiteren Einsatzmöglichkeiten für Freiwilligenarbeit oder ein Praktikum im Bereich Bildung und Unterrichten.

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