Freiwilligenprojekt Löwenschutz Südafrika

Erfahrungsbericht von Jessica, Absolventin – Freiwillige in einem Löwenschutzprojekt von August bis September 2015

Jessica wollte sich nach ihrer Ausbildung zur Vermessungstechnikerin im Artenschutz engagieren, bevor sie richtig ins Berufsleben einsteigt. Da Löwen sie schon seit ihrer Kindheit faszinieren, entschied sie sich für die Mitarbeit in unserem Löwenschutzprojekt in der Nähe von Kapstadt.

Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen:

Wie hat dir die Mitarbeit im Projekt „Freiwilligenprojekt Löwenschutz Südafrika“ gefallen? Hat sie deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat dir nicht so gut gefallen?
Der Freiwilligendienst hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Arbeit manchmal (auch wegen meiner körperlichen Einschränkung) hart war, aber ich habe alles erledigen können, dafür konnte man dann abends auch super schlafen. Außerdem weiß man ja wofür die Arbeit ist und das Gefühl auch als Einzelperson helfen zu können und das diese Hilfe auch gebraucht wird, ist einfach unbeschreiblich. Zu meinen Lieblingsaufgaben gehören das Füttern der Ziegen, Ponys und Lamas, sowie das Begleiten von Schulklassen.

Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Während meines Freiwilligendienstes half ich bei den täglichen Arbeiten, die folgende Aufgaben beinhaltete:

  • Löwengehege reinigen
  • Teich der Schwäne reinigen
  • Ziegen, Ponys und Lamas füttern
  • Entfernen unerwünschter Vegetation
  • Begleitung von Besuchergruppen

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Ich wurde vom gesamten Team herzlich aufgenommen und wurde gut in meine Aufgaben eingeführt. Hat man ein Problem, stößt man stets auf ein offenes Ohr. Als besonders schön empfand ich die offene Art und den lockeren Umgangston, sodass auch der Spaß nicht zu kurz kam. Am Wochenende ging ich manchmal mit einigen der Mitarbeiter aus und obwohl meine Englisch-Kenntnisse nicht die Besten sind, kam ich mit allen gut zurecht (manchmal war es deswegen sogar noch lustiger). Obwohl ich nur 4 Wochen im Park war, sind die Mitarbeiter wie eine zweite Familie geworden.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst? Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Als am wichtigsten empfand ich die Tatsache, dass man nicht viel braucht um glücklich zu sein, da auch die Menschen in Südafrika nicht viel haben (außer einer Menge durchgemacht) und es sind trotzdem die glücklichsten, freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen die ich je gesehen habe. Außerdem war ich selber dort so glücklich, dass ich gar nicht zurück nach Deutschland gehen wollte.

Mir hat alles sehr gut gefallen – naja außer dem langen Flug vielleicht, aber dafür kann ja keiner was. Südafrika ist ja leider nicht gleich um die Ecke.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich war in einer kleinen Holzhütte direkt auf dem Parkgelände untergebracht. An die Unterkunft bzw. Bad und Küche darf man allerdings keine hohen Ansprüche stellen. Außerdem können die Nächte auch in den Hütten sehr kalt werden.

Weitere Informationen zur Wichtigkeit des Hands Off Ansatzes im Tierschutz findest du hier oder in unserem Beitrag „Die dunklen Seiten des Löwenschutzes“.



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