Freiwilligendienst Naturschutz

Freiwilligendienst Naturschutz

Erfahrungsbericht Freiwilligendienst Naturschutz von Timo, Abiturient

Volunteer in einem Natur- und Vogelschutzreservat bei Kapstadt von September 2014 bis März 2015

Freiwilligendienst Naturschutz SüdafrikaWie hat dir dein Freiwilligendienst Naturschutz gefallen? Hat er deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat dir nicht so gut gefallen?
Mir hat mein Freiwilligendienst Naturschutz sehr gut gefallen. Der erste Monat war nicht ganz einfach, da man sich in eine neue Umgebung zurechtfinden musste und zu dem Zeitpunkt nicht allzu viel Abwechslung möglich war aufgrund der Wetterlage. Der Umgang untereinander war super gut, man wurde gut aufgenommen und die Kollegen sind für jeden Spaß zu haben. Speziell durch die Pausen, in denen man beispielsweise Tischtennis spielte, lernte man die Leute schnell besser kennen und konnte so auch schnell seinen Platz in der Gruppe finden. Das Highlight meines Aufenthalts war der Night Count, auch wenn wir in diesem Count keine Stachelschweine gesehen haben, war es trotzdem spannend, das Reserve mal bei Nacht zu sehen. Ein Highlight war auch das große Feuer in meiner vorletzten Woche. Es war nicht positiv, aber zu sehen, wie viel Zusammenhalt und wie viel Unterstützung auch aus der örtlichen Bevölkerung kam, allein durch Spenden von Essen und Trinken, das war schon bemerkenswert und auch schön zu sehen.

Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Während meines Freiwilligendienstes habe ich folgende Aufgaben erledigt:

  • Reinigung öffentlicher Plätze von Müll und nicht heimischen Pflanzen
  • Vogelzählungen (1x im Monat), Nachtzählung ( 1x), Fischzählung (1x)
  • freie Gestaltung eines Brettspiels für Schülergruppen (Entwicklung und Bau des Spiels) – Materialien wurden zur freien Verfügung gestellt: Farbe, Holz und jegliche Werkzeuge
  • Bau eines Lagerraums
  • Betreuung von Schülergruppen (Gruppe leiten, Gruppe durch das Reserve führen, Vorträge vor der Gruppe halten und mit ihr interagieren.)

Allgemein gesagt hat man viele Möglichkeiten im Reservat, seinen Aufenthalt abwechslungsreich zu erleben.

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima war positiv, besonders hervorzuheben sind die Betreuung von Mark und James. Die beiden haben mir alles sehr vereinfacht und sind beide super Freunde geworden. Zumal sie alle Freiwillige sehr unterstützen und diesen auch bei Ideen zur Verbesserung zuhören und versuchen diese umzusetzen.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen und Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst? Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Wichtige Erfahrungen sind zum einen das Leben in einer fremden Umgebung, dies stärkt die Persönlichkeit und auch reift man durch solch eine Erfahrung. Dann gibt es natürlich viele arme Menschen in Südafrika, und ich bin auch mit welchen auf der Arbeit in Kontakt gekommen. Man merkt, dass Geld manchmal nicht alles ist, und ich finde, wenn man mit sich selbst glücklich ist und gute Freunde an seiner Seite hat, dann braucht man kein Millionär sein, um ein schönes Leben zu haben und so denken die Leute, die ich kennengelernt habe auch, denn sie haben weniger Geld als die meisten Leute in Deutschland und dennoch sind sie nicht immer nur auf Geld aus, sondern vielmehr auf Zusammenhalt der Familie und Freunde.

Mir hat mein Aufenthalt in meiner Gastfamilie sehr gut gefallen und ich habe sehr nette Leute kennengelernt, Einheimische und andere Freiwillige aus Deutschland, mit denen man weiterhin in Kontakt stehen wird. Schwierig war es nur in den ersten zwei Wochen bei der Arbeit, ansonsten habe ich nie Probleme gehabt.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe bei einer Gastfamilie gewohnt und kann die Familie sehr empfehlen. Ich habe dort auch mit anderen Freiwilligen gelebt und es war weitestgehend harmonisch untereinander. Ich habe mich mit allen prima verstanden und werde sicherlich wiederkommen.

Was empfiehlst du anderen Freiwilligen in Bezug auf das Thema Auto/Transport?
Ein Auto ist empfehlenswert, da man dadurch freier agieren kann, als wenn man nur Bahn oder andere öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Man sollte aber abwiegen, ob man ein Auto wirklich braucht und für wie lange. Ich wurde beispielsweise zur Arbeit abgeholt und nach Hause gebracht anschließend von Kollegen und bin am Wochenende mit der Bahn in die Stadt gefahren. Zudem sollte man sich im Klaren sein, wenn man sich ein Auto zulegt, dass man einen geeigneten Stellplatz für dieses hat, da gerne u.a. Radios geklaut werden.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit empfunden?
Bis auf einen Zwischenfall in der letzten Woche, in dem versucht wurde uns zu berauben, ist mir nichts widerfahren. Ich muss allerdings sagen, dass es schon viel anders ist als in Deutschland und man bestimmte Orte vor allem nachts meiden sollte. Man muss jetzt keine Angst haben zu Fuß zu laufen oder sowas. Aber man sollte schon abklopfen entweder bei der Arbeit oder bei der Gastfamilie, wo man zu Fuß durchgehen/ hingehen kann und wo nicht. In der Stadt sind viele Security-Leute unterwegs, die einem Sicherheit vermitteln, zudem wird viel Streife gefahren. In Kapstadt an sich fühlte ich mich sehr sicher, gerade an den Tourismus-Plätzen.

Wurdest du gut durch live&learn vorbereitet und betreut? Wie war die Kommunikation? Welche weiteren Informationen wären hilfreich gewesen? Wie hat dir das Infopaket gefallen?
Ich wurde gut auf meinen Aufenthalt vorbereitet und betreut. Das Infopaket war auch in Ordnung, bei mir war es allerdings so, dass ich bereits einiges wusste über Südafrika, aber wenn das nicht der Fall gewesen wäre, dann wäre es hilfreich gewesen. Es war aber eine große Hilfe, gerade bei der Beantragung des Visums, da hierbei einige Hürden für den alleinigen Antrag bestehen.

Wie hat dir die Betreuung durch live&learn in Südafrika dir gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Die Betreuung vor Ort war in Ordnung, ich hätte mir aber gewünscht, dass man sich von der Organisation vielleicht mal häufiger getroffen hätte, auch mit anderen Freiwilligen, um Erfahrungen auszutauschen. Man konnte das Team stets erreichen und der erste Tag mit einer Sightseeing-Tour ist auch sehr gut.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Ich bin durch eine Empfehlung eines Bekannten auf live&learn gestoßen und bin sehr zufrieden mit meiner Wahl, die ich getroffen habe. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt und es war auch positiv zu sehen, welche Möglichkeiten live&learn arbeitstechnisch anbieten kann.

 

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