Freiwilligendienst Ergotherapie an einer Förderschule

Freiwilligendienst Ergotherapie an einer Förderschule

Erfahrungsbericht von Lena, Ergotherapeutin – Freiwillige von Februar bis Juni 2014

Erfahrungsbericht Ergotherapie
Wie hat dir dein Freiwilligendienst gefallen? Hat er deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat dir nicht so gut gefallen?
Bei meinem „Freiwilligendienst Ergotherapie“ an einer Förderschule für Kinder mit verschiedenen Einschränkungen wie z.B. Infantile Zerebralparese, Autismus oder ADHS, habe ich viele unvergessliche Erfahrungen gemacht. Das ergotherapeutische Team, bestehend aus vier Ergotherapeutinnen, hat mich sehr offen und warmherzig aufgenommen. In einem Gespräch wurde zu Beginn abgeklärt, welche Erwartungen ich an meinen Freiwilligendienst habe und welche Aufgaben ich grundsätzlich übernehmen könnte. Daraufhin bekam ich eine Art „Stundenplan“, der mir geholfen hat mich anfangs zu orientieren und meinen Arbeitstag zu strukturieren. Später habe ich dann meinen Plan zunehmend eigenständig organisiert.
Bei Fragen konnte ich mich jederzeit an alle Therapeuten wenden und es wurde sich Zeit zur Besprechung und Reflexion genommen. Die Anleitung und Betreuung durch die Ergotherapeuten war sehr hilfreich.
Meine anfängliche Unsicherheit in englischer Sprache zu arbeiten, wurden mit der Zeit weniger und es hat geholfen, dass an der Vista Nova immer wieder neue Praktikanten und Freiwillige hinzukamen.

Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
In meinem Freiwilligendienst habe ich schrittweise mehr Verantwortung übernommen. Zu meinen Aufgaben gehörten die Befunderhebung, Erstellung von Behandlungsplänen und Durchführung von Einzeltherapien, Unterstützung und Vertretung der Therapeuten bei Gruppenangeboten, Einzelbetreuung beim Schwimmunterricht, computergestütztes Schreibtraining und die Mithilfe bei Schulaktivitäten.

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima an der Schule war grundsätzlich angenehm. Im ergotherapeutischen Team habe ich mich sehr wohlgefühlt und es war schön, noch andere Freiwillige und Praktikanten um sich zu haben. Dadurch konnte man sich austauschen und gemeinsame Freizeitaktivitäten planen.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen/ Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst? Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Das Leben und Arbeiten in Südafrika ist für mich bunter, lebendiger und spontaner. Die Ergotherapeuten an der Förderschule arbeiten sehr professionell und engagiert, so dass ich fachlich viel lernen konnte und zu einigen Kindern eine enge Beziehung aufbauen konnte. Zum Ende hin ist es mir richtig schwer gefallen Abschied zu nehmen.

Sehr gut gefallen hat mir, dass ich neben der Arbeit noch ausreichend Zeit für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Schwimmen, Märkte u.v.m. hatte. Es war möglich, sich für ein verlängertes Wochenende relativ spontan einen Tag frei zu nehmen und die Umgebung von Kapstadt zu erkunden.

Was empfiehlst du anderen in Bezug auf das Thema Auto/Transport?
Da ich nicht in der direkten Nähe meiner Arbeit gewohnt habe, habe ich mir mit meinem Freund zusammen einen Mietwagen geteilt und bin damit täglich zur Arbeit gefahren. Nach einer kurzen Eingewöhnung im Hinblick auf den Linksverkehr und die afrikanischen Verkehrsverhältnissen (Achtung Minitaxen und Menschen auf der Fahrbahn!!!) war dies unproblematisch.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit empfunden?
Mir selbst ist in den 7 Monaten meines Südafrikaaufenthaltes nichts passiert, jedoch empfehle ich jedem, sich immer an die gängigen Verhaltensregeln zu halten und Gefahrensituationen wie z.B. nachts allein rausgehen, von vornherein zu vermeiden.
Tagsüber Minitaxi- oder Bahnfahren ist kein Problem, allerdings habe ich mich allein doch etwas unwohl gefühlt und war froh, überwiegend mit dem Auto zur Arbeit fahren zu können.
Ansonsten immer genug Zeit einplanen, da die Bahn häufiger Verspätung hat.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe mit meinem Freund zusammen in einer WG in Green Point gewohnt. Wir haben uns in diesem Stadtteil sehr wohl und sicher gefühlt und es gab dort viele nette Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Bis zur Waterfront ist es von dort auch nicht weit und an der Seapoint-Promenade kann man super spazieren oder laufen gehen.

Wurdest du gut durch live&learn vorbereitet und betreut? Wie war die Kommunikation? Welche weiteren Informationen wären hilfreich gewesen? Wie hat dir das Infopaket gefallen?
Information und Vorbereitung waren rundum sehr ausführlich und kompetent! Vielen lieben Dank Stephanie!

Wie hat dir die Betreuung durch live&learn in Südafrika dir gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Ich habe mich die gesamte Zeit von der Begleitung zum Arbeitsplatz bis zum Ende meines Freiwilligendienstes sehr gut bei Antje und Alex aufgehoben gefühlt. Alex Stadttour war spitze und Antje stand mir mit Fragen bzgl. meines Visumantrages zuverlässig zur Seite. Ein großes Dankeschön an euch beide!!

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Ich habe mich für live&learn entschieden, da der erste Eindruck auf der Homepage sehr positiv war, die Kontaktaufnahme unproblematisch war und ein erstes Informationsgespräch sehr ausführlich verlief und gegenseitige Erwartungen abklärte. Die Information, wie ich mein Visum auch vor Ort beantragen kann war sehr hilfreich und ermöglichte mir eine relativ spontane Ausreise. (Habe mein Visum allerdings bis heute nicht bekommen, dafür eine Einreise-Sperre von 5 Jahren. Innerhalb von 10 Tagen nach der Ausreise bin ich in Berufung gegangen…mal sehen, was passiert…)
Gut finde ich zudem, dass live&learn eine einmalige Vermittlungsgebühr erhebt. Somit kann man die Kosten für den Auslandsaufenthalt gut kalkulieren. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt!



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