Freiwilligendienst im Kindergarten eines Gemeindezentrums

Freiwilligendienst im Kindergarten eines Gemeindezentrums

Erfahrungsbericht von Laura, Abiturientin – Freiwillige von August bis Oktober 2014

Freiwilligendienst Kindergarten Erfahrunsgbericht Laura

Wie hat dir dein Freiwilligendienst gefallen? Hat er deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat dir nicht so gut gefallen?
Mein Freiwilligendienst hat mir ausgesprochen gut gefallen. Da ich ziemlich kurzfristig und unvorhergesehen zu meinem Projekt gekommen bin, gab es bei mir keine wirklichen Erwartungen, mit denen ich meine Erfahrungen im Nachhinein vergleichen könnte.
Für mich kam das Highlight an jedem einzelnen Arbeitstag vor: Nämlich die strahlenden Augen der Kinder zu sehen, wenn sie morgens in den Kindergarten kamen – zumindest bei denen, die nicht geweint haben 😉 Diese Kinder gehen so unvoreingenommen auf einen zu und schenken einem von Anfang an ihr Vertrauen und ihre bedingungslose Zuneigung, die ich mit großer Freude aufgenommen und zurückgegeben habe.
Schwierig war es teilweise, die Geschichten der Kleinen zu hören, die zum allergrößten Teil aus schlechten sozialen und familiären Verhältnissen kommen.
Außerdem war es nicht gerade einfach, mit den begrenzten Mitteln, die der Kindergarten zur Verfügung hatte, besondere und schöne Aktivitäten auf die Beine zu stellen. „Meine“ Kindergärtnerin war da aber sehr erfinderisch, was auch auf mich abgefärbt hat. Und so kriegt man doch mit einfachen Dingen sehr Schönes zustande.

Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Während meines Freiwilligendienstes im Kindergarten eines Gemeindezentrums nahe Kapstadt wurde ich mit einer großen Bandbreite von unterschiedlichen Aufgaben betraut. Im Grunde war ich eine „zweite Kindergärtnerin“ in meiner Gruppe und habe den eigentlichen „Teacher“ bei allem, was auch sie getan hat, unterstützt. Zum Kindergartenalltag gehörte zunächst einmal das Begrüßen der Kinder am Morgen. Oftmals „musste“ ich beim ein oder anderen Kind Tränchen trocknen und es ablenken, wenn es sich nicht von der Person, die es zur Einrichtung gebracht hatte, trennen wollte. Im Anschluss habe ich jeden Tag den Raum für die unterschiedlichen Aktivitäten vorbereitet, zum Beispiel Malvorlagen kopiert und ausgeteilt, Malkreide, Knete, Puzzles oder Ähnliches auf den Tischen verteilt und so weiter.
In der Zeit, in der die Kinder malten, bastelten oder anderweitig kreativ waren, habe ich ihre Werke mit ihren Namen und dem Datum versehen. Später wurde selbstverständlich wieder aufgeräumt und sauber gemacht.
Wenn es weder zu heiß noch zu regnerisch war, um nach draußen zu gehen, waren wir mit den Gruppen im Vorhof des Gebäudes. Dort habe ich mit den anderen Kindergärtnerinnen die Kinder beaufsichtigt und mit ihnen gespielt.
Zu meinen Aufgaben gehörte es auch, das Toilettenpapier an die Kleinen zu verteilen, wenn die Toilettenbesuche anstanden.
Bei den Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und Nachmittagssnack) habe ich der Kindergärtnerin geholfen, das Essen zu verteilen und darauf zu achten, dass auch gegessen und nicht nur Quatsch gemacht wurde 😉
Nach dem Mittagessen ist die reguläre Zeit für den Mittagsschlaf der Kindergartenkinder. Dafür habe ich die Matten auf dem Boden ausgelegt und, sobald die Kleinen lagen, Decken verteilt.
Es gab keine fest für mich formulierten Aufgaben. Eher war es so, dass ich mich sofort mit meiner Ankunft bei „einfach“ ins Team integrieren und mitmachen „musste“. Das war aber auch ziemlich problemlos möglich und ich hatte dadurch viele Freiheiten. Zum Beispiel, um mir eigene Aktivitäten auszudenken und mit den Kindern durchzuführen.
Doch bei alledem, was zur täglichen Routine gehörte, kam es nicht zu kurz, mit den Kleinen zu spielen, sie herumzutragen, ihnen vorzulesen und Spaß mit ihnen zu haben.

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima war gut, jedoch durch den „Flur-Gossip“ zeitweise etwas gedrückt.
Durch den Arbeitgeber habe ich eine gute, aber keine besondere oder intensive Betreuung erfahren, da der Kontakt von den Kindergartenräumen im Erdgeschoss zu den Büros im oberen Stockwerk nicht so stark vorhanden war. Bei Fragen oder Problemen hätte ich mich aber jederzeit an den Arbeitgeber wenden können.
Die Betreuung durch die Kindergärtnerin meiner Gruppe hingegen war hervorragend. Ich habe mich bei ihr sehr, sehr wohl, gut aufgehoben und verstanden gefühlt.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen/ Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst? Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Südafrika ist atemberaubend schön, farbenfroh, herzlich und offen!
Besonders gefallen hat mir das überwiegend traumhafte Wetter während meines Aufenthalts von August bis November, das die Farben und Blütenpracht ungemein hervorgehoben hat.
Beeindruckend war auch die Freundlichkeit der Menschen. Insbesondere in Kapstadts Straßen und Parks.
Allerdings war es zunächst etwas schwierig zu verstehen, dass das fröhliche „Hi! Howzit?“ an der Kasse beim Einkaufen oder beim Sitzen auf einer Parkbank einfach zum Umgangston gehört und nicht, dass mir da jemand zu nahe treten wollte oder gefährlich für mich war.

Was empfiehlst du anderen in Bezug auf das Thema Auto/Transport?
Ich habe in Südafrika kein Auto gemietet und bin auch nicht selbst gefahren. Somit kann ich, was dieses Thema angeht, nichts empfehlen.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit empfunden?
Es ist genau so, wie Stephanie, Antje und Alex es im Voraus bereits gesagt hatten: Wenn man die Regeln kennt und sich danach richtet, kann man in Südafrika sehr sicher leben. Vor meiner Zeit in Südafrika hatte ich nämlich auch so meine unbehaglichen Gedanken über die Sicherheit im Land, die von Verwandten und Freunden durch ihre Sorge noch bestärkt wurden… Ich habe auch die kriminelle Seite im Land gesehen, jedoch überwiegt diese definitiv nicht und ist auch nicht stärker als die vieler anderer Länder dieser Erde.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Meine ersten zwei Wochen in Südafrika habe ich in einem Hostel in Kapstadt verbracht. Das Gebäude, die Zimmer, die Einrichtung und die Lage ließen nichts zu wünschen übrig. Jedoch ist das Hostel-Leben über einen längeren Zeitraum, wie ich dort herausgefunden habe, nicht ganz meine Welt. Denn dort gibt es kaum Ruhe und Beständigkeit, da die Bewohner beziehungsweise Gäste permanent wechseln und immer sehr viel los ist.
Für den Rest meines Auslandaufenthalts habe in einer ungemein liebenswerten Gastfamilie in Muizenberg gewohnt. Dort wurde ich vom ersten Moment an wie ein Teil der Familie behandelt und habe mich sehr wohl gefühlt.

Wurdest du gut durch live&learn vorbereitet und betreut? Wie war die Kommunikation? Welche weiteren Informationen wären hilfreich gewesen? Wie hat dir das Infopaket gefallen?
Ich wurde aller bestens beraten. Die Kommunikation war immer sehr gut, denn meine Fragen wurden per Telefon und E-Mail zunächst von Stephanie, später dann von Antje außerordentlich schnell und kompetent beantwortet.
Das Infopaket war sehr informativ und hat alle Dinge, die für meine Zeit in Südafrika wichtig waren, abgedeckt.

Wie hat dir die Betreuung durch live&learn in Südafrika dir gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Dass ich von Alex bei meiner Ankunft vom Flughafen abgeholt wurde und er gleich erklärt hat, wie Geldabheben und Einkaufen in Südafrika so funktionieren, fand ich sehr, sehr hilfreich. Auch seine Kapstadt-Tour am Tag nach meiner Ankunft hat mir viel Freude bereitet und war sehr interessant. Durch ihn hat man sich gleich „gut aufgehoben“ gefühlt.
Antje und Alex waren bei Problemen sofort und jederzeit ansprechbar und haben ganz wunderbar und schnell Lösungen gesucht und gefunden.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Zunächst hat mich Stephanie an einem Infostand durch ihre hervorsprudelnde und ansteckende Begeisterung für Südafrika von live&learn und dem Konzept überzeugt. Ich finde es grandios, dass live&learn ein so „kleines“ Unternehmen ist und ausschließlich nach Südafrika vermittelt. So war eine sehr individuelle Beratung möglich, ich konnte schnell Stephanie, Antje und Alex vertrauen und wusste, dass ich in guten Händen bin, die Südafrika kennen und genau wissen, was sie tun.
Meine Erwartungen wurden absolut erfüllt. Ein riesiges „Dankesehr“!

 



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