Freiwilligendienst im Township Kindergarten

Freiwilligendienst im Township Kindergarten

Erfahrungsbericht von Luna, Abiturientin – Freiwillige von August bis Oktober 2014

Township Kindergarten Erfahrungsbericht Luna

Wie hat dir dein Freiwilligendienst gefallen? Hat er deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat dir nicht so gut gefallen?
Mir hat der Freiwilligendienst sehr gut gefallen, ich würde es jederzeit wieder machen. Mein Highlight waren ganz klar die Kinder und die Lebensfreude und Herzlichkeit, die einem von jedem (egal ob Kind oder Lehrer) entgegengebracht wurde. Für mich war es schwierig, mit den Kindern zu reden, da nur 2 von ihnen Englisch sprechen konnten und auch die meisten Lehrer kein flüssiges Englisch sprachen. Wiederum ist das auch kein allzu großes Problem, wenn man sich mit Händen und Füßen zu verständigen weiß und dazu kommt, dass man mit der Zeit mitbekommt, was einige Wörter bedeuten.

Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Wir haben in dem Kindergarten hauptsächlich die Aufgabe gehabt, die Lehrer zu unterstützen. Das heißt, dass wir mit den Kindern gesungen und Bewegungsspiele gemacht haben, gepuzzelt, gemalt, gebastelt, draußen gespielt oder einfach nur mal mit ihnen gekuschelt haben.

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima war sehr herzlich, auch als ich einmal gesagt habe, dass ich es für falsch halte, die Hand gegen Kinder zu erheben, hat sich die Lehrerin, der ich das gesagt habe, mit mir zusammen gesetzt und versucht mir zu erklären, warum sie das getan hat. Daraufhin hat sie sowas in meiner Gegenwart nicht mehr gemacht. Es haben sich immer alle gefreut wenn wir zur Arbeit gekommen sind und beim Abschied sind einige Tränen geflossen. Auch 2 Monate nachdem ich wieder in Deutschland bin habe ich noch regelmäßigen Kontakt zu zwei der Lehrer.

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen/ Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst? Was hat dir gefallen, was war schwierig?
Es fällt auf, dass es in den Köpfen noch einige Überbleibsel der Apartheid gibt und das Rassendenken immer noch vorherrscht. Aber besonders auffällig war für mich, dass es viele Menschen gibt, die sehr wenig haben und trotzdem immer mit einem Lächeln durch die Gegend gehen. Ein Mann hat mir erzählt, dass es in Südafrika und besonders in Kapstadt nicht darum geht das große Geld zu machen, sondern das Leben zu genießen. Und das merkt man den Menschen dort auch an.

Was empfiehlst du anderen in Bezug auf das Thema Auto/Transport?
Wenn man in Kapstadt und Umgebung bleibt, kann man sehr gut mit dem Taxi fahren. Man sollte dabei aber auf keinen Fall den erst genannten Preis bezahlen, da viele Taxifahrer versuchen, einen über den Tisch zu ziehen. Am besten macht man vor der Fahrt einen festen Preis aus. Wir hatten das Glück, einen sehr guten Taxifahrer im Nachtbarort zu haben, der uns überall für günstige Preise hingefahren hat. Außerdem gibt es auch einen sehr günstigen Zug, den man mit einer Gruppe gut nehmen kann.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit empfunden?
Ich persönlich habe mich immer sehr sicher gefühlt. Allerdings wurde einer Freundin das Handy geklaut und man hört von Einbrüchen. Es sollte klar sein, dass vor Diebstählen nicht zurückgeschreckt wird, da besonders technische Gegenstände für die Menschen in Südafrika einen komplett anderen Wert haben als bei uns. Wenn man allerdings ein paar Regeln beachtet sollte man gut klar kommen.

Was würdest du anderen Teilnehmern dazu raten?
Ich würde bestimmte Plätze und kleine Seitenstraßen meiden, besonders nachts. Außerdem sollte man abends nicht unbedingt alleine raus gehen. Auf seine Wertsachen sollte man immer gut achten genauso wie auf sein Geld.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe in einer Wohnung im 6. Stock gewohnt. Von unserem Zimmer aus konnte man auf das Meer gucken, was direkt auf der anderen Straßenseite lag. Wir waren in der Wohnung zu zwölft und hatten zwei Doppelzimmer, ein 3-Bett-Zimmer und ein Zimmer, in dem wir zu fünft gewohnt haben. Insgesamt hat es mir gut gefallen, auch wenn die Küche für 12 Leute ein wenig zu klein war. Natürlich war das Zusammenleben in der Gruppe nicht immer einfach, aber sehr interessant. Wir haben uns meistens alle sehr gut verstanden und ich habe ein paar großartige Freundschaften aus der Zeit in Südafrika mitgenommen.

Wurdest du gut durch live&learn vorbereitet und betreut? Wie war die Kommunikation? Welche weiteren Informationen wären hilfreich gewesen? Wie hat dir das Infopaket gefallen?
Zu der Betreuung von live& learn vor meiner Abreise kann ich nur sagen, dass ich durch und durch gut beraten wurde und Stephanie mir immer so schnell wie möglich und auch sehr ausführlich geantwortet hat.

Wie hat dir die Betreuung durch live&learn in Südafrika dir gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Da ich keine größeren Probleme hatte, hatte ich keinen Kontakt zum live&learn Team vor Ort

Wie hat dir die Betreuung durch die Freiwilligenkoordinatorin Patricia gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut?
Mit Patricia bin ich sehr gut zurechtgekommen. Wann immer ich ein Problem hatte, hat Patricia sich sofort darum gekümmert.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Ich habe mich für live&learn entschieden, da man sehr, sehr viele Informationen bekommen hat, bevor man sich überhaupt angemeldet hat. Stephanie hat sehr gute Arbeit geleistet und mir auch die letzten Zweifel, die ich anfangs doch noch hatte, ausgeredet. Insgesamt hat, im Vergleich zu anderen Organisationen, das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach gestimmt.



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