Freiwilligendienst in einem Waisenhaus und Hospiz

Freiwilligendienst in einem Waisenhaus und Hospiz

Erfahrungsbericht von Alina, 24, Absolventin – Freiwillige von März bis April 2014

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Wie hat dir dein Freiwilligendienst gefallen? Hat er deinen Erwartungen entsprochen? Was waren die Highlights? Was war schwierig oder hat dir nicht so gut gefallen?
Die Zeit im Waisenhaus war eine riesige und großartige Erfahrung!! Es war zwar immer sehr anstrengend, da es 11-Stunden-Schichten sind, aber ein ausgefüllter Tag und die lächelnden Kinderaugen sind Belohnung genug!! Es waren ca. 20 Kleinkinder zu betreuen. Der Tag war sehr abwechslungsreich, weil es immer etwas zu tun gab und weil die Kinder mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen stets individuell gefördert werden müssen.

Mit welchen Aufgaben wurdest du betraut?
Unterstützung des Personals bei ihren alltäglichen Aufgaben, u.a. Windeln wechseln, Füttern, Baden, Betten neu beziehen und waschen, Flaschen waschen und desinfizieren, und vor allem mit den Kindern Spielen!

Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung durch den Arbeitgeber?
Das Arbeitsklima hängt sehr stark von der jeweiligen arbeitenden Schicht ab. Mit einigen haben wir uns sehr gut verstanden, mit anderen gar nicht. Insgesamt hängt es auch sehr stark davon ab, wie man selbst auf die Mitarbeiter zugeht und wie offen man ist. Auch benötigt es einige Zeit, bis man sich an den Tagesablauf und die Charaktere der Mitarbeiter gewöhnt hat. Es wäre oft wünschenswert gewesen, wenn man mehr in die Hintergründe eingeweiht worden wäre, oft wussten wir gar nicht warum gewisse Dinge gerade so und nicht anders gehandhabt werden. Es ist aber eine tolle Herausforderung und Erfahrung!!

Welches sind die wichtigsten Erfahrungen/ Eindrücke, die du aus deiner Zeit in Südafrika mitnimmst? Was hat dir gefallen, was war schwierig?
SA ist ein wahnsinnig faszinierendes Land mit einer atemberaubend schönen und vielfältigen Landschaft. Die Leute sind aufgeschlossen, offen und kontaktfreudig, weshalb ich mich vom ersten Tag an wohlgefühlt habe. Das Wetter war während meines dreimonatigen Aufenthaltes ausnahmslos schön!! In den heißen Sommermonaten macht der Wind in Kapstadt und an der Küste das Klima herrlich angenehm.

Was empfiehlst du anderen in Bezug auf das Thema Auto/Transport?
Wenn man in Kapstadt wohnt braucht man kein Auto, da hier Minibusse und Taxis sowie der MyCiti Bus einen überall hinbringen. Wenn man mal einen Ausflug in die Ferne unternehmen möchte, empfehle ich, sich für einen Tag oder ein Wochenende ein Auto zu mieten.

Wenn man allerdings in Strand wohnt, dann ist man auf ein Auto angewiesen. Kapstadt liegt rund 40 Kilometer entfernt und entweder teilt man sich mit einigen Leuten ein Taxi (einfache Fahrt ca. 350 – 400 Rand) oder man nimmt den Zug (dauert 1,5 Stunden einfache Fahrt und sollte alleine bzw. abends lieber nicht benutzt werden, kostet 18 Rand) oder man schläft gleich eine Nacht in Kapstadt. Der Transport nach Kapstadt oder Stellenbosch oder irgendwoanders hin ist ohne Auto eher schwierig.

Wie hast du das Thema persönliche Sicherheit empfunden?
Ich persönlich habe keinerlei negative Erfahrung gemacht. Ich empfand die Leute immer sehr freundlich und offen. Es gibt zwar hin und wieder Situationen, in denen man von Eiheimischen um Geld angebettelt wird, aber ich habe mich nie bedroht gefühlt. Auch nachts haben wir uns in der Gruppe stets sicher gefühlt.

Was würdest du anderen Teilnehmern dazu raten?
Am besten immer gewisse „Vorsichtsmaßnahmen“ einhalten, wie z.B. nicht alleine als Mädchen spät abends draußen unterwegs sein. Oder in zwielichtige Straßen einbiegen. Am besten immer in der Gruppe oder zu zweit unterwegs sein. Und teure Gegenstände wie ein I-Phone am besten gar nicht erst mitnehmen.

Wie hast du gewohnt und wie hat es dir gefallen?
Ich habe in einem 12er Apartment in Strand gewohnt. Die Wohnung war sehr schön. Eine Dusche mehr hätte gut getan. Strand ist auch ein hübscher Fleck zum Wohnen, allerdings war die Fahrerei nach Kapstadt irgendwann ein lästiges Thema, da es ja doch 40 km sind und ohne Auto eher mühsam.

Wurdest du gut durch live&learn vorbereitet und betreut? Wie war die Kommunikation? Welche weiteren Informationen wären hilfreich gewesen? Wie hat dir das Infopaket gefallen?
Die Betreuung durch live&learn war super. Bei Flug und Unterkunft wurde mir sehr geholfen. Die Kommunikation hat bestens funktioniert, alle meine Fragen wurden gut und schnell beantwortet und die Projekte haben genau meinen Vorstellungen entsprochen.

Wie hat dir die Betreuung durch live&learn in Südafrika dir gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut? War das Team ansprechbar in Problemfällen?
Auch während meines Aufenthaltes war das live&learn Team jederzeit ansprechbar, allerdings habe ich eine weitere Betreuung nicht in Anspruch genommen, da alles reibungslos geklappt hat und es zu keinen Problemen kam.

Wie hat dir die Betreuung durch die Freiwilligenkoordinatorin Patricia gefallen? Wurdest du gut/ausreichend betreut?
Patricia hat sich sehr gut um die Freiwilligen gekümmert. Der Transport in die Projekte hat immer reibungslos funktioniert. Bei Fragen und Problemen war sie stets hilfsbereit und hat gerne Tipps gegeben. Für meinen Geschmack war die Betreuung durch Patricia schon fast zu viel. Es hat sich oft angefühlt als hätte ich eine zweite Mutter in Südafrika.

Warum hast du dich für live&learn entschieden? Haben wir deine Erwartungen erfüllt oder hast du deine Entscheidung bereut?
Meine Erwartungen wurden vollstens erfüllt. Ich hatte eine geniale Zeit in SA und würde live&learn auch an Freunde weiterempfehlen.



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